zur Navigation springen

Leute : Die Promi-Geburtstage vom 31. Oktober 2013: Henning Scherf

vom

Voller Tatendrang stürzt sich der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf (SPD) auch im Ruhestand immer noch auf neue Projekte.

«Der Terminkalender ist manchmal so voll, dass ich ihn durcheinanderbringe», sagt Scherf, der heute 75 Jahre alt wird. «Ich habe auch schon Termine vergessen, ganz ärgerlich.» Eine große Feier wie vor fünf Jahren gibt es diesmal nicht, stattdessen eine Reise.

«Wir hüten in Israel unsere jüngsten Enkelkinder», sagt der neunfache Großvater. Seine Tochter habe darum gebeten, sie auf einer Reise zu begleiten. Scherf ist ein Familienmensch und freut sich über Reisen mit allen Kindern, Schwiegerkindern und Enkeln: «Ich spüre, noch geht das, noch hält diese wachsende Familie wunderbar zusammen.»

Nach seiner Politikerkarriere hat sich Scherf als Autor einen Namen gemacht. Sein Buch «Grau ist bunt: Was im Alter möglich ist» (2007) wurde ein Bestseller. In den letzten fünf Jahren sind weitere Werke erschienen, das jüngste, «Mehr Leben - warum Jung und Alt zusammengehören» erst vor ein paar Wochen.

«Mein Verlag ist ganz wild darauf, dass ich weiterschreibe», sagte der hochgewachsene Mann. Seine Lesereisen führen ihn durch die ganze Republik. Auch Scherfs Freude am Singen und Musizieren ist ungebrochen, er schwärmt von Chorfesten mit tausenden Teilnehmern - «Und ich bin mittendrin.»

Dem Thema Alter hat sich Scherf besonders verschrieben. In der Bosch-Stiftung sitzt er in der Jury, die jährlich den deutschen Alterspreis verleiht. In der Organisation HelpAge Deutschland ist Scherf ebenso aktiv wie in der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Gustav-Heinemann-Stiftung. Auf Bitten der Bundesregierung ist er außerdem Vorsitzender eines Fachausschusses, in dem Wissenschaftler und Sozialpolitiker Altersdiskriminierungen identifizieren wollen. «Das alles macht mir große Freude.» Den Abgang von der politischen Bühne vor acht Jahren hat der «Lange», wie der Zwei-Meter-Mann oft liebevoll genannt wird, nie bereut. Auch einen wehmütigen Blick zurück gibt es nicht. «Im Gegenteil, ich bin froh, dass ich da rausgekommen bin.»

Der promovierte Jurist ist seiner Heimatstadt Bremen bis heute treugeblieben. Mehr als 40 Jahre lang war Scherf ein Vollblutpolitiker. Er demonstrierte als Linker gegen Atomraketen, unterstützte Kaffeepflücker in Nicaragua und stellte sich als Senator gegen ein öffentliches Rekrutengelöbnis im Weserstadion. In den Bremer Senat zog Scherf erstmals 1978 als Finanzsenator ein.

Nach dem Wahldebakel von 1995 löste er SPD-Bürgermeister Klaus Wedemeier ab. Bis 2005 hielt der erfahrene Politiker, der eigentlich Sympathien für ein rot-grünes Bündnis hegte, die große Koalition mit der CDU zusammen. Scherf genoss wegen seiner mitfühlenden Art viel Wohlwollen bei den Bremern und fuhr gute Wahlergebnisse auch in Jahren ein, in denen es für seine Partei andernorts fast überall Niederlagen hagelte.

In seine Amtszeit fiel ein erster Versuch, den notleidenden Haushalt des kleinsten Bundeslandes zu sanieren. Rund zehn Jahre lang flossen Milliardenbeträge vom Bund an die Weser. Dennoch wuchs der Schuldenberg weiter. 2005 während einer laufenden Legislaturperiode gab Scherf das politische Zepter ab - aus persönlichen Gründen, wie er stets betonte.

NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
VANILLA ICE amerikanischer Rapmusiker 45 31.10.1968 Miami Lakes USA
MULRONEY, Dermot amerikanischer Schauspieler 50 31.10.1963 Alexandria USA
WINSLOW, Don amerikanischer Schriftsteller 60 31.10.1953 New York USA
zur Startseite

von
erstellt am 31.Okt.2013 | 00:07 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen