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Leute : Die Promi-Geburtstage vom 27. Oktober 2013: Roberto Benigni

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Es ist ein unvergessener Moment, als Roberto Benigni 1999 für seine Fabel «Das Leben ist schön» den Oscar erhielt. Er sprang über die Stühle, hüpfte auf die Bühne und drehte in seiner Dankesrede völig durch.

Als die italienische Filmlegende Sophia Loren ihm die Trophäe überreichte, schrie er von Gefühlen überwältigt: «Sophia, ich lasse den Oscar hier, aber ich will dich.»

«Das Leben ist schön» ist ein ebenso heikler wie erfolgreicher Film, in dem ein Komödiant in ein KZ kommt. Die Tragikomödie von 1997 wurde mit Preisen und Lob überschüttet - von manchen aber auch als zu gewagt kritisiert. Heute feiert Roberto Benigni seinen 61. Geburtstag.

Der Regisseur, TV- und Filmschauspieler, Entertainer und Oscar-Preisträger stammt aus dem toskanischen Dorf mit dem schönen Namen Manciano la Misericordia. Der Sohn armer Eltern hielt es in einem Priesterseminar der Jesuiten nicht lange aus, übte sich viel lieber schon als Jugendlicher im Improvisationstheater - um dann das Stegreifdichten in seiner Karriere zu höchster Kunst zu führen. Als geschätzter Komiker auf Italiens Bühnen und im TV nutzte er vor allem den früheren Regierungschef Silvio Berlusconi als ideale Zielscheibe für immer von Gelächter begleitete Wortspiele. Etwa so: «Ich bin gekommen, über die Jungfrau Maria zu sprechen, Berlusconis Mutter.»

Nach ersten Erfahrungen mit dem Theater in Rom kommt die Karriere des Filmschauspielers und dann Regisseurs in Fahrt. Benigni spielt in Giuseppe Bertoluccis «Berlinguer ti voglio bene» (1977), in Bernardo Bertoluccis «La Luna» (1979) und Marco Ferreris «Mein Asyl» (1979) mit, ehe er mit «Tu mi turbi» 1983 seinen ersten Film selbst dreht. Von Anfang an ist meist auch Ehefrau Nicoletta Braschi mit von der Partie. Auch wenn er jetzt öfter Regie führt, etwa für «Ein himmlischer Teufel», der an der Commedia dell'Arte geschulte Künstler zeigt immer wieder sein komisches Talent. So in drei Filmen des US-Regisseurs Jim Jarmusch, in dessen «Night on Earth» er als Taxifahrer einen Priester mit Reden über sexuelle Ausschweifungen zum Infarkt treibt.

Der größte Triumph des redegewandten und aufgeregt agierenden Mannes sollte - zumindest im Film - «Das Leben ist schön» bleiben. Was wie eine Komödie beginnt, endet im KZ. «Manchmal können nur Clowns über solche Tragödien sprechen, ich mache keine Späße über den Holocaust», sagte er der «Thüringer Allgemeinen Zeitung» damals über seinen Film, den die Berlinale nicht zu zeigen wagte. Das Echo war von Cannes bis Hollywood überwältigend. Unter den Oscars, die er einheimste, war der des besten fremdsprachigen Films und der für Benigni als «best actor», den erstmals ein Nicht-Anglophoner bekam.

NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
OSBOURNE, Kelly britische Sängerin 29 27.10.1984 London Großbritannien
ZIMMER, Joana deutsche Sängerin 34 27.10.1979 Freiburg Deutschland
MAE, Vanessa britische Violinistin 35 27.10.1978 Singapur Singapur
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erstellt am 27.Okt.2013 | 00:07 Uhr

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