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Leute : Die Promi-Geburtstage vom 25. August 2013: Frederick Forsyth

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Ein Mordanschlag auf den Präsidenten, gefährliche Machenschaften von Alt-Nazis oder die tödliche Rache von mächtigen Drogenkartellen - wenn Frederick Forsyth schreibt, dann geht es nicht um Kleinkram.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2013 | 00:07 Uhr

Die Welt des britischen Erfolgsautors ist die der ganz großen Politik und der global agierenden Kriminellen. Dabei sind seine Bücher auch immer ein Spiegel der Zeit: Waren sie früher vom Agentenleben im Kalten Krieg geprägt, geht es heute um islamistischen Terror oder, wie in seinem bisher letzten Buch, um Drogenhandel. Am 25. August wird der Brite 75 Jahre alt. Der einstige Journalist hält sich weiter auf dem neuesten Stand des Weltgeschehens.

   «Ich lese ständig Zeitungen und Magazine», sagte er in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. «Ich sehe Fernsehen, Nachrichten und Dokumentationen.» Die aktuellen Ereignisse liefern den Stoff für seine Romane. Zuletzt geschah das beim Drogenmilieu-Thriller «Cobra», der im Herbst 2010 auf Deutsch erschien.

   Seine Inspiration holte er sich von Anfang an von realen Ereignissen. Forsyths Erfahrungen als Paris-Korrespondent für die Nachrichtenagentur Reuters in den 1960er Jahren etwa regten ihn zu seinem ersten Buch an, dem 1971 erschienenen Weltbestseller «Der Schakal». Sein Debüt handelte von einem fiktiven Attentat auf den französischen Präsidenten Charles de Gaulle. Und wie er es bis heute tut, vermischte Forsyth darin geschickt Fakten und Fiktion. Dieses Modell verkaufte sich in den kommenden Jahrzehnten millionenfach. Seine insgesamt 13 Romane sind heute in 30 Sprachen übersetzt, fast alle wurden verfilmt.

   Mit dem Erfolg öffneten sich für Forsyth Türen, und heute hat er beinahe unendliche Möglichkeiten zur Recherche zur Verfügung. Schon früher soll ihm die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher kleine Geheimnisse für seine Bücher anvertraut haben. Sie war ein Fan von ihm, er stand gar als Gast auf der Liste für ihre Beerdigung im April. Für «Cobra» tauchte der Brite, der mit seiner zweiten Frau auf einem Landsitz in der Nähe von London lebt, zuletzt tief in die echte Welt der Ermittler ein.

   «Die meisten Leute - sogar im Bereich, den man Recht und Ordnung nennt - fühlen sich unterbewertet. Viele Polizisten zum Beispiel fühlen sich nicht ausreichend wertgeschätzt, auch viele Zollbeamte. Sie genießen die Möglichkeit zu erklären, was sie tun», sagte Forsyth. «Man muss nur wissen, wen man fragen muss.»

   Zu Beginn seiner Karriere sei das noch ganz anders gewesen: «Als ich vor Jahrzehnten angefangen habe, mit "Der Schakal" oder "Die Akte Odessa", wussten die Behörden noch nicht, wer ich war. Damals musste ich in die Unterwelt abtauchen, um Details zu erfahren. Das hat mich auch in gefährliche Situationen gebracht. Über die Jahre kam der Erfolg, und ich stellte fest, dass ich nicht mehr zu den Gangstern gehen muss, sondern zur Polizei gehen kann.» Zuvor hatte er als Pilot beim Militär gearbeitet und war als Journalist auch in Krisengebieten unterwegs gewesen.

   Weil er in der Vergangenheit immer mal wieder Ereignisse vorausgesagt hat, die dann auch tatsächlich eintrafen - etwa den russischen Einmarsch in Afghanistan - trägt Forsyth auch den Spitznamen «Mystic Fred» (Geheimnisvoller Fred). Als eines der größten Probleme der Zukunft sieht er die Cyber-Kriminalität. «Computer kontrollieren alles: Den Flugzeugverkehr, Abwasserkanäle oder Verkehrszeichen. Wenn man es schafft, diese Computer zu knacken, kann man eine westliche Gesellschaft zerstören. Es ist die neue Form des Terrorismus.»

NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
AKIN, Fatih deutscher Regisseur 40 25.08.1973 Hamburg Deutschland
BURTON, Tim amerikanischer Regisseur 55 25.08.1958 Burbank USA
WITTENBRINK, Franz deutscher Musiker und Regisseur 65 25.08.1948 Bad Bentheim Deutschland
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