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Leute : Die Promi-Geburtstage vom 09. September 2013: Michelle Williams

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Ob als Nichte eines Vietnam-Geschädigten, als gebrochener Hollywood-Star oder als verschmähte Ehefrau eines schwulen Cowboys - Michelle Williams hat es auf der Leinwand nicht leicht gehabt.

Nach zahllosen Dramen, hat sie nun bei einem Märchenfilm festgestellt, dass der Schauspielberuf eigentlich auch ganz lustig sein kann.

Obwohl Michelle Williams, die heute ihren 33. Geburtstag feiert, zweifellos zu den ganz Großen des Hollywood-Kinos zählt, lässt sie sich nicht gern als Star bezeichnen. «Ich sehe mich einfach nicht so und will auch nicht so gesehen werden», sagte die Schauspielerin vor einiger Zeit dem Nachrichtenmagazin «Focus». Eher sehe sie sich als Schauspielerin, Mutter, Freundin oder Kuchenbäckerin.

Vielleicht ist ihre Bescheidenheit auch einer der Gründe, warum Williams die Rolle in «My Week with Marilyn» (2011) etwas zu Schaffen machte. Bei ihrer Arbeit stand die Hauptdarstellerin offenbar unter großem Druck. «Es ist mir fast peinlich, das zu erzählen, aber ich kriege regelrechte Hitzewallungen, und mein Körper zieht sich in sich zusammen. Wie ich gelesen habe, hatte Marilyn das auch. Sie zu spielen war der reinste Horror», verriet Williams damals dem Frauen-Magazin «FÜR SIE».

Doch der «Horror» hat sich gelohnt. Die blonde Leinwandbegabung wurde für ihren Auftritt mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Der Film zeichnet die Entstehung des Films «Der Prinz und die Tänzerin» nach, den Monroe 1956 mit Laurence Olivier drehte. Den britischen Starregisseur gab Kenneth Branagh.

Während sie als Marilyn mit den Männern lediglich spielt, geht Williams in «Take this Waltz» (2011) tiefgründige Beziehungen zum anderen Geschlecht ein. In der Liebeskomödie steht sie als 28-jährige Margot zwischen ihrem Ehemann Lou (Seth Rogen) und dem süßen Nachbarn Daniel (Luke Kirby). Margot entscheidet sich für die neue Liebe, auch wenn ihr die Trennung von ihrem Mann alles andere als leicht fällt. Am Ende steht eine große Aussprache und die Erkenntnis, dass das Bewahren der Gefühle über die Jahre hinweg harte Arbeit ist.

Ihren ersten großen Kinoerfolg hatte Williams ebenfalls mit einem Beziehungsdrama. In «Brokeback Mountain» (2005) verliebt sie sich in den wortkargen Cowboy Ennis Del Mar (Heath Ledger), der seine heimliche Liebe zu Jack Twist (Jake Gyllenhaal) weiter auslebt. Die Nebenrolle als argwöhnische und verletzte Partnerin brachte ihr 2006 eine Oscar-Nominierung ein.

Zuvor hatte die US-Schauspielerin, die in der Kleinstadt Kalispell im ländlichen Montana aufwuchs und Ende der 1990er Jahre durch die Teenie-Serie «Dawson's Creek» bekannt wurde, in Independent-Filmen wie «State of Mind» (2003) und «Station Agent» (2003) mitgewirkt. Wim Wenders holte die damals vielversprechende Newcomerin für «Land of Plenty» (2004) vor die Kamera. Hier ist sie als junge Missionarstochter mit dem Vietnam-Trauma ihres Onkels konfrontiert.

Nach dem Durchbruch mit «Brokeback Mountain» widmete Williams sich ihrer Tochter Matilda, die sie 2005 zur Welt brachte. Vater des Kindes war ihr Filmpartner Heath Ledger. Er starb 2008 im Alter von 28 Jahren an einer Überdosis Medikamente. Zu diesem Zeitpunkt waren sie kein Paar mehr, standen sich aber noch sehr nahe. Ihr letzter gemeinsamer Filmauftritt war 2007 in dem Bob-Dylan-Streifen «I'm Not There». Ledger war einer der sechs Männer, die den Sänger in verschiedenen Lebensphasen darstellten. Williams verkörperte Coco Rivington, Model und Muse des Folk-Musikers.

Drei Jahre später trat Williams, eine der bisher bedeutendsten Rollen ihrer Hollywood-Karriere an. Als Hauptdarstellerin in «Blue Valentine» (2010) wurde sie erneut für einen Oscar nominiert. In dem Liebesdrama sorgt sie gemeinsam mit Ryan Gosling für die traurigen Szenen einer zerbrechenden Ehe. Ihre grandiose Leistung rief dann wohl auch Martin Scorsese auf den Plan, der Williams in dem Psychothriller «Shutter Island» (2010) als Ehefrau eines paranoiden US-Ermittlers verpflichtete. An ihrer Seite spielte Leonardo DiCaprio.

Eine willkommene thematische Abwechslung bot sich Williams, als sie in dem Fantasy-Film «Die fantastische Welt von Oz» (2013) den Part von Glinda, der guten Hexe des Südens, übernahm. «Ich glaube ich habe vergessen, dass Arbeit Spaß machen kann. Es ist sehr viel schöner sich in der Welt einer guten Hexe zu befinden, die Wünsche erfüllt und anderen Leuten hilft, anstatt in einer Welt voll menschlichem Chaos, so wie all die Charaktere, die ich sonst spiele», sagte sie gegenüber dem Vogue-Magazin.

Nun will die Drama-Queen, die inzwischen mit dem Künstler Dustin Yellin zusammen ist und in Brooklyn lebt, es einmal mit einem Musical versuchen. Unter der Regie von Sam Mendes wird Williams voraussichtlich am 24. April 2014 ihr Broadway-Debüt als Hauptdarstellerin in dem Stück «Cabaret» geben.

NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
GRAY, Macy amerikanische Sängerin und Songschreiberin 43 09.09.1970 Canton USA
SANDLER, Adam amerikanischer Schauspieler 47 09.09.1966 New York USA
WASMEIER, Markus deutscher Ski-alpin-Läufer 50 09.09.1963 Schliersee Deutschland
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erstellt am 09.Sep.2013 | 00:07 Uhr

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