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Leute : Die Promi-Geburtstage vom 05. September 2013: Werner Herzog

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Momentan kann sich Werner Herzog vor Ehrungen kaum retten: Ende April ist er mit dem Deutschen Filmpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden, vor kurzem wurde er beim Filmfestival von Locarno mit einem Ehrenleoparden geehrt.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2013 | 00:07 Uhr

Vor der Gala hatte der deutsche Regisseur erklärt, er nehme den Leoparden «als Ehrung und Bestätigung» an. Herzog weiter: «Das Schöne an dem Preis ist, dass durch ihn das Interesse an den Filmen erhalten bleibt.»

Gefragt, woher er die Anregungen für seine oft ungewöhnlichen Geschichten nehme, antwortete der Regisseur: «Meine Filme sind wie Einbrecher. Die Ideen sind immer unerwartet morgens um drei zu mir gekommen. Sie alle sind ungeladene Gäste. Die ich jedoch immer herzlich begrüße.» Heute feiert Herzog seinen 71. Geburtstag.

Zuletzt erregte der Regisseur mit einem 35-minütigen Dokumentarfilm für Aufsehen, der auf die tödliche Gefahr des SMS-Schreibens am Steuer aufmerksam macht. Die Doku «From One Second To The Next» ist Teil einer Kampagne gegen die SMS-Nutzung am Steuer.

Werner Herzog ist ein Weltstar des Kinos: Er führte in annähernd 60 Filmen Regie, war Produzent und Schauspieler, inszenierte ein Dutzend Opern und schrieb mehrere Bücher. Das «Time»-Magazin wählte ihn 2009 unter die 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt.

Der 1942 als Werner H. Stipetic in München geborene Künstler wuchs in einem bayerischen Bergdorf an der Grenze zu Österreich auf. Er studierte Geschichte und Literatur, das Filmhandwerk brachte er sich selbst bei. Mit 20 Jahren drehte er seinen ersten Kurzfilm: In «Herakles» beobachtete er posierende Bodybuilder. Bei der Berlinale 1968 holte er mit «Lebenszeichen» den Silbernen Bären für den besten Erstlingsfilm.

Die Natur als Stilmittel zieht sich wie ein roter Faden durch Herzogs Filme. Extreme Landschaften wie die Sahara («Fata Morgana», 1971) oder der Dschungel Südamerikas («Aguirre, der Zorn Gottes», 1972, «Fitzcarraldo», 1982) sind Teil der Inszenierung. Ebenso extreme Figuren - fünfmal von Klaus Kinski verkörpert. Die Horror-Hommage «Nosferatu - Phantom der Nacht» und die Büchner-Adaption «Woyzeck» markierten 1979 den Höhepunkt ihrer Zusammenarbeit. Über seine Hassliebe zu dem jähzornigen Schauspieler drehte Herzog 1999 den Dokumentarfilm «Mein liebster Feind».

2009 wurde seine Antarktis-Dokumentation «Encounters at the End of the World» für einen Oscar nominiert. Für den Kinofilm «Into the Abyss» (Tod in Texas, 2011) und die TV-Dokumentation «On Death Row» (2012) begab sich Herzog auch in den Todestrakt von US-Gefängnissen, wo Insassen auf ihre Hinrichtung warten. Herzog lebt in München und Los Angeles. Er ist in dritter Ehe mit der Fotografin Lena Pisetski verheiratet.

NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND
HOUTEN, Carice van niederländische Schauspielerin 37 05.09.1976 Leiderdorp Niederlande
MCGOWAN, Rose amerikanisch-italienische Schauspielerin 38 05.09.1975 Florenz Italien
LAZENBY, George australischer Filmschauspieler 74 05.09.1939 Goulburn Australien
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