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Mystery made in Germany : Deutsche Netflix-Serie «Dark» feiert Weltpremiere

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Dunkel und mysteriös: Die deutsche Netflix-Serie «Dark» spielt mit tiefen Ängsten und erkundet das Abgründige im Menschen. Die ersten beiden Folgen feierten in Toronto Weltpremiere.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2017 | 16:06 Uhr

Bereits der Titel stellt klar: «Dark» ist dunkel. «Ich mag es weder bunt noch hell. Name, Farben und Themen sind also ganz bewusst so finster gehalten», sagte Regisseur Baran bo Odar am späten Samstagabend bei der Weltpremiere der ersten deutschen Netflix Original-Serie in Toronto.

Die beiden Auftakt-Folgen der zehnteiligen Mystery-Staffel, die im Rahmen des 42. Toronto International Film Festival (TIFF) gezeigt wurden, spielen visuell und emotional mit dem bedrückenden Leitthema und erkunden das Abgründige im Menschen: In der kleinen Industrie-Stadt Winden verschwinden zwei Kinder. Bei der Suche nach den Verschollenen werden nicht nur dunkle Geheimnisse der Bewohner aufgedeckt, nach und nach gerät auch viel Mysteriöses an die Oberfläche.

Für den Regisseur und die Drehbuchautorin Jantje Friese ist es nach gemeinsamen Kinofilmen wie «Who Am I - Kein System ist sicher» die erste Serienproduktion. «Ich glaube, die Zukunft liegt tatsächlich in diesem internationalen Markt. Man muss Dinge kreieren, die weltweit funktionieren können», sagte Friese. Mit «Dark» soll Deutschland stärker im globalen Online-Serienmarkt vorrücken, der von Anbietern wie Netflix oder Amazon angetrieben wird.

Mit einem Cast aus Newcomern wie Louis Hofmann und Lisa Vicari sowie bekannten Darstellern wie Oliver Masucci und Jördis Triebel kam es dem Produzenten-Autoren-Team vor allem auf vielschichtige Charaktere an. «Ein solcher Stoff funktioniert überall auf der Welt. Da man dem Innenleben der Menschen nachgeht, wirkt es universell. Die Ängste bleiben die gleichen», so Friese. Im Winter 2017 sollen die zehn Episoden für Netflix-Abonnenten in 190 Ländern zu sehen sein. Ein genauer Termin steht laut Netflix noch nicht fest.

Bis zum 17. September werden in der kanadischen Metropole 340 Filme gezeigt, darunter 42 deutsche Filme und Koproduktionen. Beim diesjährigen Festival warten über 140 Weltpremieren auf das Publikum, das beim TIFF anstatt einer Jury die Gewinner wählt.

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