TV-Tipp : Der Bergdoktor

Der Bergdoktor (Hans Sigl) und sein ungeliebter Onkel (Christian Kohlund). /ZDF
Der Bergdoktor (Hans Sigl) und sein ungeliebter Onkel (Christian Kohlund). /ZDF

Wenn «Der Bergdoktor» Sprechstunde hält, schalten bis zu sieben Millionen Menschen den Fernseher ein. Nun startet im ZDF die elfte Staffel des Quotenrenners. Ein Ende ist nicht in Sicht.

shz.de von
18. Januar 2018, 00:01 Uhr

Dramatische Krankheitsfälle, ein turbulentes Familienleben und die Postkartenidylle der Tiroler Alpen - das sind die Zutaten für das Erfolgsrezept des Dauerbrenners «Der Bergdoktor».

Am Donnerstag (20.15 Uhr) schickt das ZDF die Serie in elfter Staffel auf Sendung. Traumquoten dürften garantiert sein. Das Winterspecial vor zwei Wochen sahen 6,95 Millionen Menschen.

Dr. Martin Gruber, gespielt von Hans Sigl, kämpft in der Folge «Wunschträume» wieder an zwei Fronten: Eine Patientin mit gefährlicher Atemnot fordert seinen medizinischen Spürsinn und privat sorgt die Rückkehr des ungeliebten Onkel Ludwig (Christian Kohlund) für Ärger. Dass der TV-Arzt stets die kniffligsten Fälle löst, dabei gern auch mal Grenzen überschreitet und im Krankenhaus ebenso das Kommando übernimmt wie in der eigenen Praxis, wird auch in der neuen Staffel mit Humor und Augenzwinkern erzählt - und trägt zu Charme und Erfolg der Serie bei.

Bei Patientin Maja (Anna von Haebler) vermutet Dr. Gruber eine allergische Reaktion. Wie sich herausstellt, nimmt die junge Frau ein Verhütungsmittel - und zwar heimlich, denn ihr Mann Carsten (Tom Radisch) wünscht sich eigentlich Nachwuchs. Ist die Pille die Ursache für die Erstickungsanfälle? Und was wird Carsten dazu sagen? Doch dann haben Martin Gruber und sein Kollege Dr. Alexander Kahnweiler (Mark Keller) einen weit schlimmeren Verdacht. Sollte sich der bestätigen, wäre die Ehe des Paares wohl am Ende.

Vorerst am Ende ist bei den Grubers der Familienfrieden. Nachdem Martins Ex Anne den Hof verlassen hat, freut sich Mama Lisbeth (Monika Baumgartner) auf einen friedlichen Sommer. Doch dann taucht Onkel Ludwig auf. Der hat vor 25 Jahren das Dorf verlassen, nachdem er mit Lisbeths Mann, Martins Vater, eine Bergtour machte - und alleine zurückkehrte. Sein Bruder war tödlich verunglückt. Lisbeth und Martin gaben damals Ludwig die Schuld daran und forderten ihn auf, Ellmau für immer zu verlassen.

Nun ist Ludwig wieder da. Martins Bruder Hans (Heiko Ruprecht) und Tochter Lilli (Ronja Forcher) finden das gar nicht schlimm - Zoff steht ins Haus. Für die Rolle des Ludwig hat das ZDF Schauspielstar Christian Kohlund gewonnen. Der freut sich über das Engagement: «Die Figur des Ludwig Gruber ist bodenständig und hat Charakter. Die Rolle entspricht auch meinem Alter», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Mag sein, dass ihn die Zuschauer als Bösewicht empfinden, weil er die heile Welt der Familie Gruber stört.»

Aber führt Onkel Ludwig wirklich Böses im Schilde? Und wie wird Mama Lisbeth reagieren, wenn sie von seiner Rückkehr erfährt? «Ich bin wieder da, Bruderherz», raunt Ludwig am Grab stehend. Vor dem Friedhof begegnet er Martin. Der ist völlig aufgebracht. Ludwig überrascht das nicht. «Ein kleines Lächeln wäre auch wirklich zu viel verlangt», sagt er. Lilli vermittelt zwischen Hans und Martin und überredet sie, sich in Ruhe mit Ludwig zu treffen. Der wartet mit einer Hiobsbotschaft auf.

«Der „Bergdoktor“ ist im Laufe der Jahre viel moderner geworden und hat sich zu einem Format entwickelt, das der Zeit entspricht», sagt Kohlund. Die Leute wollten unterhalten werden, das sei bei der Serie «Traumhotel», in der er die Hauptrolle spielte, auch so gewesen. «Die Geschichten belasten einen nicht, die Zuschauer wollen schöne Bilder sehen - wie die Bergwelt beim „Bergdoktor“. Das ist absolut legitim.» Und, ergänzt er, schließlich sei auch Unterhaltung eine Frage der Qualität. «Anspruch alleine macht keine Qualität.»

«Bergdoktor»-Star Hans Sigl wird jedenfalls nicht müde, fürs ZDF den weißen Kittel überzuziehen. Im Gegenteil. «Für mich war's ein Glücksgriff, für mich ist das ein ganz toller Moment gewesen, als das angefangen hat», sagte er kürzlich im TV-Magazin «Volle Kanne». Für die Fans der Serie hatte er eine beruhigende Nachricht parat: «Ich spiele die Rolle nach wie vor wahnsinnig gerne. Ich liebe es.» Ende Januar beginnen die Dreharbeiten für das nächste Winterspecial und im Sommer stehen Sigl & Co. für Staffel zwölf vor der Kamera.

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