„Raop“-Star : Cro mit neuem Album Melodie

Markenzeichen Panda-Maske: auf seinem neuen Album rappt Cro über die Suche nach der Traumfrau
Markenzeichen Panda-Maske: auf seinem neuen Album rappt Cro über die Suche nach der Traumfrau

Am Freitag erscheint sein neues Album: Der Teenie-Schwarm mit der Panda-Maske rappt in „Melodie“ über Smartphones, das Erwachsenwerden und die Suche nach der Traumfrau.

shz.de von
05. Juni 2014, 07:27 Uhr

Ob Cro, der eigentlich Carlo Waibel heißt, so hibbelig ist, weil er keine Panda-Maske trägt? Wahrscheinlich liegt ihm das Stillsitzen einfach nicht. Unruhig rutscht er auf dem Sofa hin und her, mal legt er sich hin, mal richtet er sich wieder auf. Unkonzentriert wirkt er trotzdem nicht, als er in einem Hamburger Hotel Interviews gibt.

Genau wie die Lieder seiner zweiten CD „Melodie“, die morgen erscheint, sprudelt er vor positiver Energie. Kurz: Der 24-Jährige ist ein richtiger Sonnenschein. Er gehört zu den Menschen, denen man nichts wirklich übel nehmen kann. Als er noch für eine Zeitung als Cartoonist arbeitete, kam er jeden Morgen zu spät. Statt um 6.30 Uhr war er erst um 9.30 Uhr in der Redaktion: „Das war irgendwann normal. Für mich hatten sich inoffiziell die Arbeitszeiten geändert.“

Eine kleine Episode aus dem Leben des Schwaben, die er auf keinen Fall ausradieren möchte. Auch sonst ist er mit seiner Vita rundherum zufrieden, davon zeugen die Stücke „Erinnerung“ und „2006“, in denen er seine Vergangenheit Revue passieren lässt: „Ich bereue nix. Schließlich hat mich alles, was ich getan habe, zu dem gemacht, der ich heute bin.“

Echte Ausreißer leistete er sich eh nicht. Im Gegenteil: Der Stuttgarter kniete sich mit Feuereifer in seine Karriere rein. Das hat sich ausgezahlt. Als sein Debütalbum „Raop“ 2012 erschien, schnellte es in Deutschland und Österreich an die Spitze der Charts. Inzwischen hat Cro mehr als anderthalb Millionen Tonträger verkauft.

Das Geheimnis seines Erfolgs: Er vermischt fröhlichen Rap mit Pop. Raop nennt er diesen Mix, an dem er auch bei seiner zweiten Platte festhält. „Melodie“ hat enormen Popappeal, „Jetzt“ entwickelt sich zur Uptempo-Nummer, beim getragenen „Vielleicht“ kehrt der Musiker den Romantiker raus. Die Texte handeln zum Teil von Mädchen, zum Teil vom Erwachsenwerden. „Rennen“ entstand, als Cro auffiel, dass heutzutage jeder permanent auf das Display seines Smartphones starrt: „Man erlebt nicht mehr den Moment, sondern nimmt ihn auf, um ihn dann posten zu können.“ Heißt das, er könnte keine 24 Stunden ohne sein Telefon sein? „Im Urlaub hatte ich es zehn Tage abgeschaltet. Das hat erstaunlich gut funktioniert.“

Vielleicht, weil sich Cro währenddessen in seiner Fantasie seine Traumfrau ausmalte. Obwohl er gar nicht mit Sicherheit weiß, ob und wo es sie gibt, hat er ihr die erste Single „Traum“ gewidmet, die als Gute-Laune-Partytrack daherkommt. Sie liefert Musik zum Tanzen, dennoch mag sich manch einer fragen, wie sich der Rapper seine perfekte Partnerin vorstellt. Die Antwort: „Ich wünsche mir ein Mädchen, mit dem ich Pferde stehlen kann. Auch ungeschminkt soll sie wunderschön sein, schöner als jede andere.“

Cro tritt Freitag, 21. November, 19 Uhr, in der Hamburger O2 World auf, Karten: 01806/853653



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