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ZDF-Nachrichten-Mann : Claus Kleber wird 60: Seine größten Nachrichten-Momente

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Er ist der ZDF-Anchorman und berichtete als ARD-Korrespondent aus den USA. Claus Kleber kann auf eine abwechslungsreiche Karriere zurückblicken. Am Mittwoch wird er 60 Jahre alt.

Der ZDF-Anchorman Claus Kleber erblickte am 2. September 1955 in Reutlingen das Licht der Welt. Als freier Mitarbeiter beim Kölner Stadt-Anzeiger und beim Südwestfunk in Tübingen und Baden-Baden machte er erste Gehversuche als Journalist, studierte aber eigentlich Rechtswissenschaften. 1985 begann er als Studioleiter des Südwestfunks in Konstanz, seit 1986 berichtete er 15 Jahre lang als USA-Korrespondent für ARD-Anstalten. So berichtete er auch live über die Terroranschläge vom 11. September in New York.

Seit Anfang 2003 kennt man Claus Kleber als Moderator des „heute journals“ beim ZDF. Dort interviewte Kleber nach zweijährigen Bemühungen unter anderem den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Er befragte Ahmadinedschad zum iranischen Atomprogramm. Damals wurde Kleber für das Interview unter anderem vom Zentralrat der Juden und in Zeitungen kritisiert, da Kleber die Holocaust-Leugnung von Ahmadinedschad kommentarlos hingenommen hatte.

2014 interviewte er auch den US-Präsidenten Barack Obama. Dabei ging es um die NSA-Spionage.

Aber auch Fehler passierten dem Nachrichten-Experten. Im Mai 2013 gestand er öffentlich, bei einem Bericht über den CSU-Parteikonvent eine Information ungeprüft übernommen zu haben, die sich am Ende als falsch herausstellte. Damals behauptete Kleber, Uli Hoeneß sei aus einem CSU-Werbefilm herausgeschnitten worden. Dafür entschuldigte sich der Moderator in der Sendung.

Kritisiert wurde er auch für ein Interview mit dem Chef der Siemens AG, Joe Kaeser. Ein Kundenbesuch in Moskau zur Zeit der Ukraine-Krise sorgte bei Kleber für kritische Fragen. Kaeser reagierte wie ein Geschäftsmann, Kleber wurden später Verhörmethoden vorgeworfen.

„Claus und der Frosch“ ist ein Beispiel für die Tücken der Livesendung. Während einer Anmoderation wollte die Stimme des Nachrichtensprechers nicht mehr mitmachen: „Bitte schauen Sie erst den Film, bis dahin ist meine Stimme zurück“.

In „Claus und das Schaukelpferd“ versuchte sich der 60-Jährige an einem Witz zum Abschluss. Seine langjährige Kollegin Gundula Gause ist offenbar wenig amüsiert. 

„Claus und die Gedankenspiele um Annette Schavan“ war so skurril, dass es dieser Kommentar in die „heute show“ geschafft hat. In dem Ausschnitt erläutert Kleber, dass der Mord an Annette Schavans Doktorvater wohl inzwischen verjährt wäre. Die Plagiats-Passagen in ihrer Doktorarbeit brachen ihr das Genick. Nach Rücktritt und Aberkennung des Doktorgrades ist Schavan von der politischen Bühne verschwunden.

Zuletzt sorgte ein feuchter Augenblick für Aufsehen. In „Claus und der Willkommensgruß an Flüchtlinge“ fand die Geschichte eines Busfahrers emotionalen Anklang bei Kleber. Der Mann hatte Flüchtlinge in seinem Bus und in Deutschland herzlich Willkommen geheißen.

Ein Geburtstagsständchen hat er sich in der langen Zeit im deutschen Fernsehen zwar noch nicht selbst gesungen, dafür kann er aber offenbar seinen Namen tanzen. Neun Sekunden „Claus tanzt im ZDF-Studio“ gibt es als Rausschmeißer.

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erstellt am 02.Sep.2015 | 08:01 Uhr

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