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„Second Man on the Moon“ : Buzz Aldrin bekam 33 Dollar Spesen für Mondflug

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Bürokratie im Weltall: Der zweite Mann auf dem Mond musste Formulare ausfüllen. Auch heute gibt es Vorschriften für Astronauten.

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erstellt am 04.Aug.2015 | 12:03 Uhr

Buzz Aldrin war nach Neil Armstrong der zweite Mann auf dem Mond. Auf Facebook veröffentlichte Aldrin kürzlich bemerkenswerte Erinnerungsstücke an seine Weltraumfahrt: seine Spesenabrechnung und seine Zollerklärung.

Die Spesenerklärung ist ein Prachtexemplar eines bürokratischen Vorgangs. Nach seiner Rückkehr wurde Aldrin bei einer Parade in New York gefeiert. Das zeigen diese Amateuraufnahmen auf 8-Milimeter-Filmmaterial:

Dennoch wurde er wie jeder Bundesbeamte behandelt, wenn es um die Abrechnung des Mondflugs ging. Auf der „Travel Voucher“ genannten Spesenabrechnung führte er die exakte Reiseroute auf: Cape Kennedy, Florida; Mond; Pazifischer Ozean; USS Hornett, Hawaii; und Rückkehr nach Houston Texas. Das war die bis dahin längste Dienstreise aller Zeiten. Unter „Auszahlung an den Reisenden“ („Net to traveller“) ist dann der Betrag von 33 Dollar und 31 Cent aufgeführt. Laut der Wirtschafts-Website Quartz entspricht das einer heutigen Kaufkraft von 215 Dollar.

Auf der Rückseite des Formulars sind die einzelnen Stationen noch feiner aufgelistet. Daraus hervor gehen 56 Meilen mit dem Privat-Pkw als auch der Hinweis, dass sowohl Flugzeuge als auch Raumschiff von der Regierung gestellt wurden. Außerdem habe für den gesamten Reisezeitraum die Regierung Unterkunft und Verpflegung gestellt.

 „Wir glauben immer, Astronauten hätten richtig coole Jobs, bis wir daran erinnert werden, dass auch sie Formulare ausfüllen müssen“, schreibt einer der Kommentatoren auf Facebook.

#TBT My mission director @Buzzs_xtina's favorite piece of my memorabilia. My travel voucher to the moon. #Apollo11

Posted by Buzz Aldrin on  Donnerstag, 30. Juli 2015

Aldrin musste nicht nur seine Reisekosten erklären, sondern auch eine Liste der eingeführten Güter. Immerhin kam er auf rund 25 Kilo Mondgestein und -staub. Ob es bei der Reise zu einer Erkrankung gekommen sei, müsse noch festgestellt werden, heißt es auf dem Formular. Die Erklärung wurde vom zuständigen Zollinspekteur am Flughafen von Honolulu gegengezeichnet.

Because many people have asked - yes, the #Apollo11 crew also had to sign customs forms when we returned from the moon...

Posted by Buzz Aldrin on  Sonntag, 2. August 2015

Quartz weist darauf hin, dass es sich bei solchen Formularen eher um witzige Randnotizen handele, allerdings sei auch heute Raumfahrt noch ein Akt, der Reisebestimmungen unterliege. So habe etwa die Nasa dem kanadischen Astronauten Chris Hadfield den Pass abgenommen und erst nach seiner Landung in Kasachstan wieder ausgehändigt. Darüber berichtet auch dieser Artikel auf Theatlantic.com.

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