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"Zynisches Verbrechen" : Bloodhound Gang: Russen erzürnt wegen Flagge in Hose

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erstellt am 05.Aug.2013 | 03:34 Uhr

Der jüngste "Bloodhound Gag" ging voll nach hinten los: Nach der "Schändung" einer russischen Trikolore und dem Spott gegen den Präsidenten Putin durch die US-Punkrocker von der Bloodhound Gang droht den Machern jetzt sogar eine Gefängnisstrafe. Moskaus oberste Ermittlungsbehörde ist auf den Plan getreten. Die Russen fühlen sich mächtig auf den Schlips getreten und sind erzürnt.
Der Chef-Ermittler Alexander Bastrykin sprach von einem "zynischen Verbrechen" und von "Missachtung des russischen Staates", wie seine Behörde am Montag mitteilte. Bassist Jared Hasselhoff (41) hatte sich bei einem Konzert im Ex-UdSSR-Staat Ukraine eine russische Fahne durch den Schritt gezogen und den Namen von Präsident Wladimir Putin erwähnt.

Band musste klanglos ausreisen

Regierungstreue Kräfte in Russland reagierten entsetzt und verlangten neben dem Strafverfahren ein Einreiseverbot für die Musiker. Auch US-Botschafter Michael McFaul verurteilte die Konzert-Einlage. "Ich finde den Ausfall der Bloodhound Gang widerlich. Ich verurteile auch den Akt der Gewalt gegen sie", twitterte der Diplomat.
Die Musiker waren am Wochenende bei einem Aufenthalt im Süden Russlands Angriffen wütender Russen ausgesetzt. Sie mussten das Land verlassen, ohne auftreten zu dürfen. Chef-Ermittler Bastrykin will nun die Ukraine und die USA um Hilfe bei den Ermittlungen gegen die US-Band ersuchen. In Russland können Gerichte Gefängnisstrafen verhängen, wenn Staatssymbole entehrt werden.

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