zur Navigation springen

Trotz Petition : BBC feuert „Top Gear“-Kultmoderator Jeremy Clarkson

vom

Die Nachricht wird rund 350 Millionen „Top Gear“-Fans hart treffen: Jeremy Clarkson wird nicht in die Autosendung zurückkehren. Auch eine Million Unterschriften halfen am Ende nicht.

London | Erst suspendiert, nun entlassen: Jeremy Clarkson (54), schillernder Moderator der britischen Automobil-Kultsendung „Top Gear“, muss aufhören. Sein Vertrag werde nicht verlängert, teilte die BBC am Mittwoch mit. Clarkson war bereits seit Anfang März suspendiert, weil er mit einem Mitarbeiter in Streit geraten war und gegen den Mann sogar handgreiflich geworden sein soll.

„Top Gear“ ist eins der weltweit erfolgreichsten Automagazine im Fernsehen. Zusammen mit seinen Co-Moderatoren James May und Richard Hammond moderierte Clarkson seit 2002 die Sendung für die BBC. 167 Folgen wurden in 21 Staffeln ausgestrahlt. In Großbritannien ist die Serie ein Dauerbrenner. Wiederkehrende Elemente der Sendung sind prominente Gäste, die in einem einfachen Auto eine Runde über eine Rennstrecke absolvieren müssen. Sogenannte „Challenges“ und „Epic Races“ sind weitere Bestandteile der Sendung. Hierbei treten die Moderatoren zum Beispiel in Rennen quer durch Europa an. Die Sendung läuft im deutschen Fernsehen bei RTL Nitro und DMAX. Weltweit hat sie bis zu 350 Millionen Fans, darunter fünf Millionen im Heimatland Großbritannien.

Clarkson habe seinen Kollegen so hart angegriffen, dass dieser sogar in die Krankenhaus-Notaufnahme musste, sagte BBC-Generaldirektor Tony Hall am Mittwoch. Hinzu seien verbale Ausfälle Clarksons „extremer Natur“ gegen den Mitarbeiter gekommen. „Für mich wurde eine Linie überschritten“, sagte Hall. In dem Streit soll es ums Essen gegangen sein.

Noch am Vormittag meldete sich Jeremy Clarkson über seinen Twitteraccount zu Wort: „Nur um alle auf dem neuesten Stand zu halten, ich habe noch nichts gehört“, schrieb der 54-Jährige.

Sein Co-Moderator Richard Hammond meldete sich bereits zu Wort: „Es ist ein enttäuschendes und ein trauriges Ende einer Ära. Wir drei sind alle Idioten, jeder auf seine eigene Weise, aber es war eine unglaubliche Zeit zusammen.“

Auch James May, der Mit Hammond und Clarkson die Sendung moderierte zeigte sich in einem Videostatement mit der Zeitung „The Guardian“ enttäuscht. „Uns gibt es nur als Paket und das funktioniert auf wundersame Weise“. Wie es weitergehe, weiß May nicht. Er zweifelt aber offenbar an seiner Zukunft in der Show. 

Im vergangenen Mai hatte er von der BBC beretis eine „letzte Warnung“ bekommen und sich entschuldigen müssen, weil er in einer nicht ausgestrahlten Aufzeichnung einen rassistischen Ausdruck genutzt hatte.

Für ihre Lieblings-Sendung demonstrierten „Top Gear“-Fans in der vergangenen Woche vor der BBC-Zentrale. Sie fuhren in einem Panzer vor dem Sender vor, um eine Million Unterschriften einer Petition für den Verbleib des Moderators Jeremy Clarkson zu überreichen.

Fans reagieren enttäuscht auf die Kündigung durch die BBC. „Top Gear wird nie mehr dasselbe sein“, schreibt ein Twitterer.

„Warum sollte man jetzt noch BBC gucken“, fragt sich ein Fan.

Eine Nutzerin schreibt: „Die BBC hat das Fernsehen für immer ruiniert.“

Die BBC habe einen riesengroßen Fehler gemacht, meint dieser Anhänger der Sendung.

„Nieder mit der BBC, es sei denn ihr bring Clarkson zurück“, twittert ein anderer Fan.

zur Startseite

von
erstellt am 25.Mär.2015 | 17:06 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen