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A9 in Bayern : Autofahrer provoziert Auffahrunfall und rettet vermutlich ein Leben

vom

Auf der A9 bei München fährt ein Mann in Schlangenlinien. Ein Autofahrer setzt sich davor und bremst das Fahrzeug ab.

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2017 | 14:23 Uhr

Garching | Filmreife Szene auf der Autobahn: Mit einem waghalsigen Manöver hat ein 41-jähriger Mann bei München einen außer Kontrolle geratenen Wagen gestoppt. Nach Angaben der Feuerwehr vom Dienstag hatte der Mann am Vorabend auf der A9 nahe der Anschlussstelle Garching-Süd bemerkt, dass ein vor ihm fahrender Wagen in Schlangenlinien unterwegs war. Beim Überholen sah er, dass der Fahrer offensichtlich aus gesundheitlichen Gründen seinen VW Passat nicht mehr unter Kontrolle hatte.

Daraufhin handelte der Helfer geistesgegenwärtig: Erst alarmierte er Feuerwehr und Rettungsdienst. Anschließend setzte der Mann kurzerhand sein Tesla-Elektroauto vor den praktisch herrenlosen Wagen und ließ diesen auffahren. Dann verringerte er die Geschwindigkeit. Schließlich kamen beide Autos auf der linken Fahrspur zum Stehen. Der 47-jährige Unglücksfahrer hatte laut Feuerwehr eine schwerwiegende internistische Erkrankung und kam in ein Krankenhaus.

„Das hätte ein extrem schwerer Unfall werden können - gerade im Berufsverkehr“, zollte ein Feuerwehr-Sprecher dem Retter Lob. Mit seinem Einsatz habe der Mann „unglaubliche Courage“ bewiesen. Auch habe er bei seiner Rettungstat in Kauf genommen, dass sein Auto beschädigt wird.

Ein vergleichbarer Fall passierte im April 2013 bei Karlsruhe: Dort verhinderte ein Autofahrer wohl ebenfalls einen schweren Unfall und rettete drei Frauen. Damals war bei dem Wagen an einem Gefälle die Bremse ausgefallen und es brannte. Der Mann überholte, setzte sich mit seinem Wagen davor, bremste ab, bis sich die beiden Autos berührten und brachte das Auto der Frauen auf dem Standstreifen zum Stehen.

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