Szene : Ansichtskarten-Ironie in Berlin

In Zeiten von Smartphones und sozialen Netzwerken scheint das Postkarten-Schreiben unmodern geworden zu sein - viel zu langsam, viel zu unpersönlich. Doch das Altmodische vieler Ansichtskarten erlebt nun in Berlin eine Renaissance.

shz.de von
17. Oktober 2013, 13:37 Uhr

«Wäre es nicht schön, neben Rechnungen und Wahlunterlagen mal wieder was Persönliches aus dem Briefkasten zu fischen?», fragte nostalgisch die «Berliner Zeitung». Jenseits klassischer Berlin-Motive wie dem Brandenburger Tor gebe es in jüngster Zeit «jede Menge Alternativen», berichtete das Blatt.

So kann man inzwischen «Grüße vom Kottbusser Tor» (eine Bausünden-Kreuzung in Kreuzberg, die viele liebevoll «Kotti» nennen) kaufen - Tausende Exemplare seien bereits abgesetzt worden. Oder ein anderes Motiv: «Viele Grüße von der Müllerstraße» (eine eher schmucklose Geschäftsstraße im Stadtteil Wedding).

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