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Unter vier Augen : Annette Frier im Interview

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Seit April 2010 kennt das TV-Publikum Annette Frier als gelernte Friseuse und Anwältin „Danni Lowinski“ bei Sat.1. Privat engagiert sich die heute 39-jährige verheiratete Mutter von Zwillingen für die Rechte von Kindern. Ein Interesse, dass bei der Auswahl der Mutterrolle im Drama „Nichts mehr wie vorher“ (Sat.1, 24.9., 20.15 Uhr) einen Ausschlag gegeben haben könnte. Intensiv spielt Frier eine Frau, die leidenschaftlich dafür eintritt, dass ihr des Mordes verdächtigter Sohn unschuldig ist.

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2013 | 12:32 Uhr

Berlin | Der Film zeigt eine Frau, die sich in einer Art intuitiver Mütterlichkeit sicher ist, dass ihr Sohn kein Kindsmörder ist. Glauben Sie, dass es solch eine seelische Gewissheit geben kann - wenn ja, wie könnte so etwas zustande kommen? 
Ich bin davon überzeugt, dass es diese irrationale Gewissheit gibt. Jeder gläubige Mensch lebt doch in einem solchen, faktisch ungewissen Verhältnis zu „seinem“ Gott. Im Falle einer Mutter-Kind-Beziehung kommt noch eine unglaublich kraftvolle Verteidigungshaltung hinzu. Ich glaube sowieso, dass Rationalität genauso angreifbar ist wie Irrationalität.

Sie sind selbst seit 2008 Mutter von Zwillingen. Haben Sie an sich bewusst eine Entwicklung zu so einer „Mütterlichkeit“ wahrgenommen - hat sich ihre Seele durch Ihre Kinder verändert? 
Ich glaube nicht, dass die Seele sich durch den Fakt der Mutterschaft verändert. Die Seele ist doch unantastbar, oder? Aber ich kann Ihnen versichern, dass meine Gefühle durch die beiden Kinder wesentlich mütterlicher geworden sind, als sie es mit nur einem Mann waren.

Sie kommen ursprünglich vom Theater, reüssierten in Stücken der Weltliteratur. Im Fernsehen haben Sie mittlerweile Karriere mit Comedy gemacht. Wächst bei Ihnen nun wieder die Sehnsucht nach ernsteren Rollen? 
Es ist in meiner Wahrnehmung nie so gewesen, dass ich für ein bestimmtes Rollenfach ausschließlich zur Verfügung stehe. Für das breite Publikum sieht das natürlich ganz anders aus, da es mich in der Hauptsache als Komödiantin kennt. Umso schöner, dass sich diese beiden Perspektiven immer mehr übereinander legen.

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