Dezentrale Energieversorgung : Bosch steigt beim Brennstoffzellen-Spezialisten Ceres ein

Der Technologiekonzern Bosch investiert in Brennstoffzellen-Technik. Foto: dpa/Sebastian Kahnert
Der Technologiekonzern Bosch investiert in Brennstoffzellen-Technik. Foto: dpa/Sebastian Kahnert

Der deutsche Technologiekonzern Bosch will im großen Stil die Brennstoffzellen des britischen Herstellers produzieren.

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21. August 2018, 12:24 Uhr

Stuttgart | Gemeinsam mit dem britischen Unternehmen Ceres Power will der Technologiekonzern Bosch die Entwicklung von kleinen Brennstoffzellen-Kraftwerken vorantreiben. Dazu sei eine strategische Kooperation vereinbart worden, zudem steigt Bosch mit vier Prozent der Anteile bei Ceres ein, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag hieß.

Die sogenannte Festoxid-Brennstoffzelle soll für eine vernetzte, dezentrale Energieversorgung zum Beispiel für Fabriken, Rechenzentren oder auch Elektroauto-Ladesäulen dienen. Die Technologie kommt von Ceres, mit Bosch als Partner soll der Aufbau einer Produktion in größerem Maßstab gelingen.

In einer Brennstoffzelle reagiert ein Brennstoff – meist Wasserstoff, es gibt aber auch andere – mit Sauerstoff, wodurch elektrische Energie freigesetzt wird. Das Prinzip wird immer wieder auch als möglicher Antrieb der Zukunft für Autos gehandelt, konnte sich bislang aber nicht wirklich durchsetzen. Mit Nikola Motors aus den USA hatte sich Bosch vergangenes Jahr zusammengetan, um per Brennstoffzelle betriebene Lastwagen zu entwickeln. Das jetzige Projekt mit Ceres basiert nach Angaben des Unternehmens aber auf einer anderen Technologie und hat damit nichts zu tun.

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