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Botschaft gegen Grindwaljagd : Blutroter Lack: Unbekannte malen Kopenhagens Kleine Meerjungfrau an

vom
Aus der Onlineredaktion

Kopenhagens wichtigste Touristenattraktion ist seit Dienstagmorgen rot. Die Polizei vermutet Walschützer am Werk.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2017 | 10:26 Uhr

Kopenhagen | Kopenhagens Tourismus-Ikone plagt eine lange Geschichte des Vandalismus. Die Kleine Meerjungfrau wurde schon von Vandalen geköpft, entarmt, von ihrem Steinsockel an der Uferpromenade Langelinie gesprengt, ins Ausland verschifft – und ist allgemein gesagt immer wieder Opfer von Zerstörungen. Sie steht nun mal wie nichts anderes für Dänemarks Hauptstadt und ist damit ein politisches Ziel. Nun ist ihr wieder etwas zugestoßen, eine Anzeige wegen Vandalismus erreichte die Polizei am frühen Dienstagmorgen.

Gut zehn Jahre nach der letzten Farb-Attacke – damals war es rosa – wurde das winzige bronzene Wahrzeichen bei Nacht mit rotem Glanzlack eingefärbt. Es liegt für die Poilizisten nahe, dass die etwas mit der jährlichen Grindwaljagd auf den mit Dänemark assoziierten Färöer Inseln zu tun hat. Seit Jahren stößt das Blutbad in den Buchten des Archipels auf Kritik unter Tierschutzaktivisten. „Es ist womöglich ein politisches Statement. So ist es meistens”, sagt Thomas Tarpgaard von der Polizei der Agentur „Ritzau“. Klarer wird die Botschaft, wenn man die roten Lettern auf der Promenade liest. Dort, wo täglich Tausende Menschen stehen, um die Lille Havfrue anzuschauen, steht in roten Lettern auf Englisch geschrieben: „Dänemark, schütze die Wale der Fäöer Inseln“.

Jetzt ist es die Aufgabe der Polizei, den oder die Täter zu finden. Weiterhin muss die Farbe wieder entfernt werden – das liegt im Aufgabenbereich der Kommune Kopenhagen.

<p>Die Organisation „Sea Shepherd Faroe Islands Campaign distanziert sich bei Facebook von der Aktion.</p>

Die Organisation „Sea Shepherd Faroe Islands Campaign distanziert sich bei Facebook von der Aktion.

Foto: Screenshot Facebook

Die Skulptur ist mehr als 100 Jahre alt und geht auf ein Märchen des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen zurück.

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