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„Planet Erde“ : Blauer Polymerring: Die neue 5-Euro-Sammlermünze

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Die moderne Optik der neuen Münze soll vor allem die jungen Sammler ansprechen. Zehn Jahre brauchte man, um sie zu entwickeln.

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2015 | 15:03 Uhr

Im Frühjahr 2016 soll es eine neue 5-Euro-Sammlermünze namens „Planet Erde“ geben. Ganze zehn Jahre Forschung hat man gebraucht, um den neuen Hingucker zu entwickeln. Dabei war das Material gar nicht so aufwendig - denn die Münze besteht einfach nur aus Kunststoff. Das Besondere: Sie ist mit einem blauen Polymerring verziert, der teilweise lichtdurchlässig ist und die Erdatmosphäre symbolisiert. Der Münzrand enthält die Inschrift „Blauer Planet Erde“.

Ein Polymer ist ein chemischer Stoff, der unter anderem auch bei der Herstellung von Kunststoff verwendet wird. Er besteht aus vielen Makromolekülen, die aus mehreren Struktureinheiten bestehen. Bestimmte Arten von Polymeren tauchen aber auch in Lebensmitteln auf. Gesundheitsschädlich sind sie nicht.


Auf der Rückseite der Münze ist die Erde dargestellt, laut der Jury stellt der blaue Polymerring dabei die Verbindung zwischen Erde und Kosmos dar. Außerhalb des Rings sind daher auch astronomische Objekte abgebildet. Auf der Wertseite der Münze ist der Bundesadler zu sehen und der Schriftzug „Bundesrepublik Deutschland“. Laut des Bundesministeriums der Finanzen soll die moderne Optik des Sammlerstücks das bereits vorhandene Produktangebot erweitern sowie vor allem jüngere Münzsammler ansprechen.

Peter Huber, Münzleiter der Staatlichen Münzen Baden-Württemberg, wirkte bei der Entwicklung der Münze mit. In einem Interview mit der Welt sagt er, dass es sich bei der Münze um eine „epochale Innovation“ handele. Der Ring könne dabei in die herkömmlichen Euro-Umlaufmünzen integriert werden, um sie besser gegen Fälschungen zu schützen.

Aktuell sind zum Beispiel vor allem in Flensburg zahlreiche 50-Euro-Scheine im Umlauf, die gefälscht wurden. Doch ist es sehr unrealistisch, dass diese Münze in Zukunft tatsächlich als Zahlungsmittel eingesetzt wird. Die Erfindung ist bereits patentiert. Wenn sich die Produktion als erfolgreich bewährt, möchte man versuchen, auch die derzeitigen Euro-Umlaufmünzen mit der neuen Technologie auszurüsten.

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