Mediengrummel : Betrieb im Stall

Nicht nur die Gebührensender sorgen sich um künftige Quoten. Unser Kolumnist Gerhard Hildenbrand nennt zwei Sendungen, um die sich RTL dringend kümmern muss.

shz.de von
21. Oktober 2012, 02:13 Uhr

Nicht nur die Gebührensender machen sich Gedanken um die Zukunft ihres Programms. Auch die Privaten müssen für Betrieb im Stall sorgen. Und da siehts bei RTL gar nicht so gut aus. Zum Beispiel war zu lesen, dass der Kuppel-Show "Bauer sucht Frau" die Vollzeit- Landwirte ausgehen. Einer von neun Bauern sei im Hauptberuf Schreiner, ein anderer Versicherungsvertreter und ein weiterer Messtechniker, heißt es. Außerdem sucht einer gar keine Frau, sondern hat zwei Jungs zum Scheunenfest eingeladen. Und jetzt wackelt auch noch die Quote. Dabei hoffen die RTL-Bauernopfer inständig, dass sich der Sender nicht vom Hof macht. Denn wie sagte Milchbauer Dieter noch: "Die Kühe sprechen ja nicht mit mir". Diese Vorstellung erscheint ihm wohl noch gruseliger als ein Besuch von Kuppelmoderatorin Bause.
Quotengewackel auch in der RTL-Ekelecke? "Bild" zittert: "Kann es ohne Dirk Bach noch ein Dschungelcamp geben?". Urwald-Moderatorin Zietlow deutet düster an: "Einiges wird es nicht mehr geben". Vielleicht wird sie schneller von der Kakerlaken- und Würmer-Front abgezogen, als ihr lieb ist. Erste Gerüchte kursieren. Neue Namen? Neuer Ort? Vielleicht irgendwo in Angeln, wo der Landarzt einen Fernsehplatz geräumt hat und besorgte Politiker nach anderen Werbemöglichkeiten für die Gegend suchen? Irgendeine schlammige, mit Kuhfladen und Disteln gespickte Koppel zwischen Saustrup und Stoltebüll müsste sich doch für die zeigefreudigen C-Promis finden lassen. Vielleicht könnte sogar der Landarzt dableiben und sich um die hyperventilierenden Verlierer und teilanästhesierten Zuschauer kümmern. Aber wie gesagt, das alles sind nur Gerüchte!

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