Konflikte : Bericht: USA haben irakische Giftgasangriffe unterstützt

Mehrere im Golfkrieg durch Giftgas schwer verwundete iranische Soldaten wurden in deutschen Krankenhäusern behandelt. /Archiv
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Mehrere im Golfkrieg durch Giftgas schwer verwundete iranische Soldaten wurden in deutschen Krankenhäusern behandelt. /Archiv

Während sich die USA auf einen Militäreinsatz in Syrien vorbereiten, sorgen Berichte über die frühere amerikanische Beteiligung an Chemiewaffenangriffen des Iraks für Aufsehen.

shz.de von
28. August 2013, 09:45 Uhr

Nach einem Artikel des renommierten Außenpolitik-Magazins «Foreign Policy» hätten die Amerikaner im irakisch-iranischen Golfkrieg 1988 Giftgasangriffe des Iraks auf den Iran nicht nur geduldet, sondern sogar mit strategischen Informationen über iranische Truppenbewegungen unterstützt. Das Magazin bezieht sich auf bisher unveröffentlichte Dokumente des US-Geheimdienstes CIA, die ein neues Licht auf die Rolle der USA bei diesen Angriffen würfen.

Die Iraker hätten bei vier Angriffen in dem Jahr Senfgas und das Nervengift Sarin eingesetzt und dabei auf Satellitenbilder, Karten und andere Informationen der USA zurückgegriffen. «Die Angriffe haben geholfen, den Krieg zum Vorteil des Iraks zu drehen und den Iran an den Verhandlungstisch zu bringen», schreibt «Foreign Policy». Die Regierung des damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan habe die Angriffe verschwiegen, die viel schlimmer gewesen seien als der jüngste in Syrien mit Hunderten Toten, so das Magazin.

Bericht «Foreign Policy»

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