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Fareed Shawky aus Taiz : „Begrabt mich nicht!“ – sterbender Junge als Symbol für den Krieg im Jemen

vom

Fareed Shawky wird beim Spielen von einer Rakete getroffen und schwer verletzt. Durch ein erschütterndes Video wird der Anschlag zum Symbol des Krieges im Jemen. Weltweit nehmen die Menschen Anteil.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2015 | 17:03 Uhr

Taiz | Der 6-jährige Fareed Shawky wird bei einem Raketenangriff in Taiz, einer Stadt in den jemenitischen Bergen, schwer verletzt. Nur wenige Tage später stirbt er an den Folgen des Anschlags. 

In Jemen herrscht seit mehr als sechs Monaten Bürgerkrieg. Das Land gilt als eines der ärmsten der Welt. In schweren Gefechten wurden seit Ausbruch des Krieges im März über 5000 Menschen getötet – die Hälfte davon sind Zivilisten.

Wie die Onlineseite n-tv berichtet, ist Ahmed Basha am 13. Oktober als lokaler Fotograf in Taiz unterwegs, als er eine Rakete kommen hört. Der Junge Fareed Shawky spielt in diesem Moment gemeinsam mit seinen Freunden in der Nähe einer Schule. Plötzlich schlägt die Rakete ein – alles sei voller Staub gewesen, berichtet Ahmed Basha bei n-tv. Das Haus, vor dem fünf Kinder gespielt hatten, sei nicht mehr da gewesen, sagt der Fotograf. Aus den Trümmern wird nur noch Fareed Shawky mit Granatsplittern im Kopf geborgen und ins Krankenhaus eingeliefert.

Ahmed Basha folgt Fareed Shawky mit seiner Handykamere bis in den OP-Saal, wo er von Ärzten behandelt wird. In dem bewegenden Video ist immer wieder zu hören, wie der Junge fleht: „Begrabt mich nicht!“ Das Schicksal des kleinen Jungen geht Ahmed Basha so nahe, dass er sich entscheidet, das Video auf Facebook zu veröffentlichen.

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Posted by ‎ مدينة تعز - Taiz City‎ on  Samstag, 17. Oktober 2015

Fareed Shawky stirbt wenig später im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Tausende Menschen weltweit sind erschüttert und nehmen unter #DontBuryMe Anteil an dem Tod von Fareed Shawky.

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