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Europas Kulturhauptstadt 2017 : Aufnahmestopp für Tote: Uni Aarhus hat zu viele Leichen im Keller

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Jahrgang 2016 bringt die Uni Aarhus an die Belastungsgrenze. Es ist nur noch Platz für Lebende.

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2016 | 16:28 Uhr

Aarhus | Viele Menschen in und um Aarhus möchten ihren toten Körper der Wissenschaft zur Verfügung stellen. Zu viele. An der Universität wurde deshalb jetzt ein Annahmestopp für Tote verhängt. Das berichtet „Danmarks Radio“.

Der Keller des Institutes für Biomedizin der renommierten Uni Aarhus droht aus allen Nähten zu platzen. „2016 haben wir viel mehr (Leichen-)Spenden bekommen als gewöhnlich. Es sind immer mehr, die sich registrieren lassen wollen und ich denke, dass man vielleicht gerne etwas dafür tun will, dass man auch nach dem Tod noch zu etwas nützt“, sagt Professorin Annemarie Brüel. „Wir wollen nur ungern in die Situation kommen, dass der Platz nicht mehr reicht, um einen Toten unterzubringen. Das wäre sehr unglücklich“, sagt sie. Jetzt soll erstmal renoviert werden.

Eigentlich sind dies ideale Umstände für ihr Institut, wo zukünftige und gestandene Ärzte aus- und weitergebildet werden. „Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir so viele Tote erhalten. Das hat für den Unterricht der Medizinstudierenden und der fertigen Ärzte große Bedeutung“, sagt Brüel. Allerdings müsse jetzt ersteinmal das vorhandene Material verbraucht werden. Deshalb soll nicht weiter registriert werden, damit alle bereits registrierten Verstorbenen ihren letzten Wunsch erfüllt bekommen. Im März werde die Uni die Registrierung voraussichtlich wieder öffnen, so Brüel.

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