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Konflikte : Assad will Widerstand leisten - Kämpfe im Umland von Damaskus

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Das Blutvergießen in Syrien geht trotz westlicher Drohungen mit einem Militärschlag unvermindert weiter.

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2013 | 11:41 Uhr

Präsident Baschar al-Assad schwor sein Volk auf Widerstand ein. Wenige Stunden nach der Abfahrt der Chemiewaffeninspekteure griffen Regierungstruppen die Ortschaften an, die das UN-Team besucht hatte. Verschiedene Revolutionsgruppen meldeten am Donnerstag, Samalka und Al-Mleiha im Osten von Damaskus seien in der Nacht mit Artillerie und Maschinengewehren beschossen worden.

Die Experten der Vereinten Nationen hatten in dem Gebiet am Mittwoch Bodenproben genommen und mit Überlebenden eines mutmaßlichen Giftgas-Angriffs gesprochen. Am Donnerstag kehrten die Experten für mehrere Stunden an den Ort zurück, um weitere Proben zu nehmen. Am Nachmittag fuhren sie nach Damaskus zurück.

Das staatliche Fernsehen zitierte Assad mit den Worten: «Syrien wird sich gegen jeden Angriff verteidigen.» Einer Delegation aus dem Jemen sagte er, die syrische Armee und das Volk würden den Kampf gegen «den Terrorismus, der von Israel und den westlichen Staaten gefördert wird», fortsetzen.

Die Allgemeine Kommission für die Syrische Revolution meldete Kämpfe an der Straße, die das Stadtzentrum von Damaskus mit dem internationalen Flughafen verbindet. In der Ortschaft Al-Nabk an der Autobahn Damaskus-Aleppo zündete die islamistische Al-Nusra-Front nach Angaben von Regimegegnern zwei Autobomben an einem Kontrollpunkt der Regierungstruppen.

Unterdessen treten die Differenzen zwischen den verschiedenen Brigaden der Regimegegner immer stärker zutage. Eine Brigade, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahesteht, überfiel in der Provinz Al-Rakka einen Munitionstransport einer Rebellen-Brigade aus der Stadt Deir as-Saur und nahm zwei Deserteure mit, die den Transport begleiteten. Die Brigade aus Deir as-Saur drohte der Gruppe «Islamischer Staat im Irak und in Syrien» (ISIS) daraufhin mit einer «militärischen Lösung».

In Al-Rakka detonierten zwei Autobomben vor Gebäuden, die von der ISIS-Brigade genutzt werden. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter berichtete, sechs Menschen seien getötet worden.

Auf die Folgen der von den USA und Großbritannien angedrohten Angriffe stellen sich auch die Nachbarstaaten Syriens ein. Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki rief die im Parlament vertretenen Parteien auf, ihre «kleinen internen Probleme» hintanzustellen. Sie sollten sich stattdessen auf die Herausforderungen konzentrieren, die durch ein Eingreifen in Syrien auf den Irak zukommen könnten. Vor allem die sunnitischen Parteien dringen seit Monaten auf einen Rücktritt Al-Malikis.

An dem syrisch-türkischen Grenzübergang Kilis protestierten nach Berichten von Flüchtlingen Tausende Syrer, weil sie nicht in die Türkei eingelassen wurden. Jordanien richtet sich für den Fall eines Angriffs auf einen Massenansturm von Flüchtlingen aus Syrien ein.

UN-Inspekteure in Samalka

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