Ägyptische Regierung diskutiert über Verbot der Muslimbruderschaft

 Ordnungskräfte vor der Fateh-Moschee im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Foto: Khaled Elfiqi
Ordnungskräfte vor der Fateh-Moschee im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Foto: Khaled Elfiqi

Kairo (dpa) - Nach den blutigen Unruhen der vergangenen Tage diskutiert die ägyptische Regierung über ein Verbot der Muslimbruderschaft. Das sagte ein Regierungssprecher am Samstag vor der Presse in Kairo.

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17. August 2013, 02:44 Uhr

Kairo (dpa) - Nach den blutigen Unruhen der vergangenen Tage diskutiert die ägyptische Regierung über ein Verbot der Muslimbruderschaft. Das sagte ein Regierungssprecher am Samstag vor der Presse in Kairo.

Der Vorschlag, die Islamisten-Organisation für illegal zu erklären, stamme von Übergangsministerpräsident Hasim al-Biblawi, sagte der Sprecher. Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden.

Die Muslimbruderschaft war in der Ära des 2011 gestürzten Präsidenten Husni Mubarak verboten. Sie war jedoch zeitweise mit «unabhängigen Kandidaten» im Parlament vertreten gewesen.

Ihre neu gegründete Partei für Freiheit und Gerechtigkeit war bei der ersten Parlamentswahl nach der Entmachtung Mubaraks stärkste Kraft geworden.

Laut Umfragen hat sich seither jedoch einen großen Teil ihrer Popularität eingebüßt. Mohammed Mursi war 2012 als Kandidat der Muslimbrüder zum Präsidenten gewählt worden. Am 3. Juli 2013 setzte ihn das Militär nach Massenprotesten ab.

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