Wegen laufendem Verfahren : Zu Unrecht abgeschobener Afghane kehrt nach Neubrandenburg zurück

Ein 20-jähriger Afghane soll nach seiner unrechtmäßigen Abschiebung zurück nach Deutschland reisen. Foto: dpa
Ein 20-jähriger Afghane soll nach seiner unrechtmäßigen Abschiebung zurück nach Deutschland reisen. Foto: dpa

Die nötigen Papiere lägen vor, der Rückreise des 20-Jährigen stehe damit nichts im Wege, berichtete "Spiegel Online".

shz.de von
03. August 2018, 18:24 Uhr

Neubrandenburg | Laut "Spiegel" befindet sich der 20-Jährige seit einigen Tagen an einem sicheren Ort in der Nähe von Kabul, den das Auswärtige Amt organisiert habe. Von dort solle er zunächst in die pakistanische Hauptstadt Islamabad fliegen, wo ihm die deutsche Botschaft ein gültiges Visum für die Weiterreise nach Deutschland ausstellen werde. Die Rückreise werde von der Internationalen Organisation für Migration vorbereitet, die Kosten trage das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, berichtete der "Spiegel" weiter mit.

Der Mann, der seit 2015 in der Bundesrepublik lebte, war einer jener 69 Menschen, die am 3. Juli mit einem Charterflug aus München nach Afghanistan abgeschoben wurden. Zwei Wochen später wurde bekannt, dass der 20-Jährige wegen eines laufenden Verfahrens am Verwaltungsgericht Greifswald zu diesem Zeitpunkt nicht hätte abgeschoben werden dürfen. Er hatte gegen die Ablehnung seines Asylantrags geklagt. In der Woche nach der Abschiebung hätte der Flüchtling vor Gericht angehört werden sollen.

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