Nach Aufforderung : Wikileaks-Gründer Assange erwägt Aussage vor US-Ausschuss

Wikileaks-Gründer Julian Assange. Foto: dpa
Wikileaks-Gründer Julian Assange. Foto: dpa

Der US-Geheimdienstausschuss im Senat hat Julian Assange aufgefordert, sich einer Befragung zu stellen.

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08. August 2018, 18:35 Uhr

London | Wikileaks-Gründer Julian Assange will unter Umständen vor einem Ausschuss des US-Senats zur möglichen Einmischung Moskaus in die amerikanische Präsidentschaftswahl aussagen. Das teilte Wikileaks am Mittwoch per Twitter mit.

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Wikileaks zufolge erhielt Assange dazu eine schriftliche Aufforderung des Geheimdienstausschusses im Senat. Den Brief stellte Wikileaks ins Netz. Weder die US-Botschaft in London noch die Sprecherin des stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Mark Warner wollten sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zu dem Schreiben äußern.

Assange wird darin aufgefordert, sich einer Befragung zu stellen. Ort und Zeitpunkt des Treffens sollen demnach "beiderseitig akzeptabel" sein. Wikileaks teilte mit, das Angebot werde geprüft, die Bedingungen müssten aber einem "hohen ethischen Standard" entsprechen.

Der Geheimdienstausschuss im Senat untersucht die mutmaßlich russische Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl 2016 und prüft dabei auch eine Verstrickung des Lagers von US-Präsident Donald Trump.

Assange sitzt seit mehr als sechs Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London fest, um sich einer befürchteten Auslieferung an die USA zu entziehen. Washington macht ihn für die Veröffentlichung brisanter US-Dokumente aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak über die Wikileaks-Plattform verantwortlich.

Im vergangenen US-Präsidentschaftswahlkampf veröffentlichte Wikileaks aber auch von mutmaßlich russischen Hackern gestohlene E-Mails der Demokratischen Partei und schadete damit der am Ende gegen Trump unterlegenen Kandidatin Hillary Clinton. Die Regierung in Quito hat inzwischen deutlich gemacht, dass sie Assange so bald wie möglich loswerden will.

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