30 Jahre altes Album : Warum Guns N' Roses plötzlich wieder vorne in den Charts stehen

Seit 2016 stehen Axl Rose, Slash und Duff McKagan wieder gemeinsam als Guns n' Roses auf der Bühne.
Seit 2016 stehen Axl Rose, Slash und Duff McKagan wieder gemeinsam als Guns n' Roses auf der Bühne.

1987 veröffentlichten Guns N' Roses "Appetite For Destruction", jetzt steht es auf Platz zwei der Deutschen Charts.

shz.de von
06. Juli 2018, 17:08 Uhr

Baden-Baden | Überraschung in den deutschen Album-Charts: Die Rocklegenden von Guns N' Roses sind wieder da. Die Platte "Appetite For Destruction", die zuletzt 1992 platziert war, ist dank einer remasterten Sonderedition in die Top 100 zurückgekehrt – und zwar auf Platz zwei und damit so hoch wie nie zuvor, wie GfK Entertainment am Freitag in Baden-Baden mitteilte.

Guns n’ Roses im Jahr 1988 (v.l.): Slash, Duff McKagan, Axl Rose und Izzy Stradlin.
imago stock&people
Guns n’ Roses im Jahr 1988 (v.l.): Slash, Duff McKagan, Axl Rose und Izzy Stradlin.

Das ursprünglich 1987 veröffentlichte Debütalbum der US-Amerikanischer ist mit mehr als 28 Millionen verkauften Exemplaren bis heute eines der meistverkauften Rockalben aller Zeiten. Allein in den USA ging es mehr als 18 Millionen Mal über die Ladentheken. Es beinhaltet weltweit bekannte Songs wie "Welcome to the Jungle", "Paradise City" oder "Sweet Child o’ Mine".

Platz eins gehört aber dem Hip-Hopper Juri mit seinem neuen Album "Bratans aus Favelas". Der Musiker hat russisch-afghanische Wurzeln und wohnt in Kassel. Ebenfalls neu, auf Rang drei, ist die Jazzlegende John Coltrane mit "Both Directions At Once: The Lost Album" zu finden. Das neue Album der englischen Band Florence + The Machine – "High As Hope" – rangiert neu auf der Fünf.

Im Single-Ranking gibt es ebenfalls Neues an der Spitze: Die britische Elektropopband Clean Bandit feat. Demi Lovato erobert mit dem Song "Solo" den ersten Platz (Vorwoche noch Rang drei). Namika und Black M ("Je ne parle pas français") fiel dafür vom ersten auf den zweiten Platz. Höchster Neueinsteiger ist der aus Essen stammende Deutsch-Rapper Veysel mit dem Latino-Song "Habibo", der auf Sommerhit-Potenzial zu spekulieren scheint.

Eine Besonderheit diese Woche: Zwölf Songs in den Single-Charts stammen von Drake, beispielsweise "Don't Matter To Me" (feat. Michael Jackson auf Rang 16) und "Nonstop" (Platz 28). Zusammen mit dem deutschen Rapper Capital Bra, der mit neun Liedern platziert ist, stellt er also mehr als ein Fünftel aller Positionen in den Top 100.

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