Deutscher Astronaut im All : Versorgung für Alexander Gerst: Russischer Raumfrachter erreicht ISS

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst in der Internationalen Raumstation ISS.
Der deutsche Astronaut Alexander Gerst in der Internationalen Raumstation ISS.

Alexander Gerst und seine Kollegen sind mit Nachschub versorgt worden. Der Raumfrachter war dabei besonders schnell.

shz.de von
10. Juli 2018, 10:04 Uhr

Baikonur | Ein russischer Weltraumfrachter hat erstmals auf einer verkürzten Flugbahn von gut dreieinhalb Stunden Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS gebracht. Die Transport-Kapsel "Progress MS-09" dockte am Dienstagmorgen um 3:31 Uhr MESZ an der ISS an, teilte die russische Flugleitzentrale mit. Sie war am Montagabend um 23.51 Uhr MESZ mit einer Sojus-Trägerrakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet.

An Bord waren 2,5 Tonnen Nachschub für den deutschen Astronauten Alexander Gerst und seine Kollegen: Treibstoff und Nahrung, Ausrüstung für Experimente und Gerät zur Instandhaltung der Station.

Kurzflüge soll mit bemannten Raumschiffen erprobt werden

Es sei noch ein weiterer unbemannter Test mit dem Kurzflug zur ISS nötig, dann könne das Verfahren auch mit bemannten Raumschiffen erprobt werden, sagte der Leiter des Raketenbaukonzerns Energija, Alexander Kaleri, der Agentur Tass zufolge.

Bislang dauert der Flug von Baikonur zum Außenposten der Menschheit zwei Tage. Mehrere Tests mit dem Schnellverfahren waren kurz vorher aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Gerst arbeitet seit Anfang Juni zusammen mit zwei Russen und drei US-Amerikanern auf der ISS.


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