Unwetter in Bayern : Mann wird von Fluss mitgerissen und stirbt

Ein durch Wassermassen beschädigte Straße in Rettenberg im Oberallgäu. Foto: Benjamin Liss/dpa
Ein durch Wassermassen beschädigte Straße in Rettenberg im Oberallgäu. Foto: Benjamin Liss/dpa

Unwetter erschüttern den Süden Deutschlands. Ein 52-Jähriger kommt in Garmisch-Partenkirchen zu Tode.

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13. Juni 2018, 06:10 Uhr

Garmisch-Partenkirchen | Ein Toter, überflutete Straßen und Keller: Wieder haben Unwetter im Süden Deutschlands gewütet. Besonders betroffen waren Niederbayern und Südbayern. Auch in Baden-Württemberg wurden Straßen und Keller in einer Gemeinde überschwemmt.

Ein Mann ist in Garmisch-Partenkirchen vom Fluss Partnach mitgerissen worden und gestorben. Der Fluss war wegen Starkregens stark angeschwollen, teilte die Polizei mit. Der 52-Jährige wurde seit Dienstagnachmittag vermisst, Einsatzkräfte suchten mehrere Stunden nach ihm. Am Abend fanden sie seine Leiche schließlich im Treibsand.

Keine Besserung in Sicht

Am Mittwoch rechnen die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit Dauerregen in Teilen Südbayerns. Im Alpenraum könnte es teilweise bis zu 70 Liter pro Quadratmeter bis Donnerstagnacht regnen. Im Süden von Baden-Württemberg könne es zu Starkregen kommen.

In Niederbayern waren die Feuerwehren in der Nacht zum Mittwoch im Dauereinsatz. Wie die Polizei am Morgen mitteilte, kam es zu 60 Einsätzen im Zusammenhang mit dem Wetter. Straßen waren überschwemmt und vorübergehend gesperrt, darunter auch ein Teil der Bundesstraße 301. Autos wurden weggespült, Keller geflutet und Bäume umgestürzt. Besonders betroffen waren die Stadt sowie der Landkreis Landshut und der Großraum Bayerischer Wald.

In Mauth im Osten des Freistaats habe die Gefahr bestanden, dass ein komplettes Sägewerk weggeschwemmt wird. Die Feuerwehr musste sich am Abend zurückziehen. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen keine.

In Baden-Württemberg traf es am Dienstagabend vor allem die Gemeinde Waldachtal. Wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte, rückten Feuerwehrleute zu Dutzenden Einsätzen aus. Heftiger Regen setzte einen Supermarkt komplett unter Wasser. „Die Aufräumarbeiten an den Einsatzstellen werden sich sicherlich noch die nächsten Tage hinziehen“, sagte der Sprecher.

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