"Sauberer als jemals zuvor" - "Akzeptanzprobleme schade" : Bundesumweltministerin Schulze verteidigt den Diesel

Die SPD-Politikerin Svenja Schulze bekleidet seit März das Amt der Bundesumweltministerin und folgte auf Barbara Hendricks. Ihr privater Lebensmittelpunkt ist Münster, wosie stadttypisch bevorzugt Fahrrad fährt. Foto: dpa/Gescher
Die SPD-Politikerin Svenja Schulze bekleidet seit März das Amt der Bundesumweltministerin und folgte auf Barbara Hendricks. Ihr privater Lebensmittelpunkt ist Münster, wosie stadttypisch bevorzugt Fahrrad fährt. Foto: dpa/Gescher

Jahrelang wurde der Diesel scharf kritisiert. Nun hat sich überraschend Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) bei den Verteidigern der Technologie untergehakt. Die Akzeptanzprobleme des Diesels seien bedauerlich, die neuesten Motorversionen ebenso sauber wie sinnvoll, sagte sie unserer Redaktion.

shz.de von
16. Juli 2018, 13:10 Uhr

Osnabrück | Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat eine Lanze für die moderne Dieseltechnologie gebrochen. „Wir brauchen den Diesel. Unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes ist es schade, dass er inzwischen so große Akzeptanzprobleme hat“, sagte die Sozialdemokratin.

Der Dieselantrieb neuer Euro-6d-Fahrzeuge ist laut der Ministerin „sauberer als jemals zuvor, er hat den besseren Verbrauch und den niedrigeren Kohlendioxidausstoß“. Zudem verwies Schulze auf die aktualisierten Abgasnormen und Abgastests im realen Straßenverkehr statt auf dem Prüfstand, die von modernsten Euro-6d-Motoren „nachweislich eingehalten“ würden.

Hintergrund des Plädoyers der Ministerin ist die Erwartung, dass selbst bei einer schnellen Markteinführung von Elektrofahrzeugen der Anteil der Verbrennungsmotoren auch im Jahr 2030 noch erheblich sein dürfte. „Daher kommt dem Diesel als Übergangstechnologie eine große Bedeutung für den motorisierten Individual- und Frachtverkehr in Europa zu – und das ist auch sehr sinnvoll“, sagte Schulze.

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