"Manipulierte Hexenjagd" : Trump-Forderung an US-Justizminister: Ende der Russland-Ermittlung

Jeff Sessions ist seit Februar 2017 Justizminister der USA. Foto: dpa/Michael Candelori/ZUMA Wire
Jeff Sessions ist seit Februar 2017 Justizminister der USA. Foto: dpa/Michael Candelori/ZUMA Wire

Die Ermittlungen drehen sich um die mutmaßlich russische Einflussnahme in den Präsidentschaftswahlkampf 2016.

shz.de von
01. August 2018, 18:17 Uhr

Washington | "Dies ist eine schreckliche Situation und Justizminister Jeff Sessions sollte diese manipulierte Hexenjagd sofort stoppen, bevor sie weiter unser Land beschmutzt", schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. Die Vorwürfe seien ein "totaler Schwindel", schrieb er in einer weiteren Nachricht.

Die Russland-Untersuchung des FBI-Sonderermittler Robert Mueller dreht sich unter anderem um die Frage, ob es bei der mutmaßlich russischen Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl 2016 geheime Absprachen zwischen Trumps Wahlkampflager und Moskau gab, um dem Republikaner zu helfen. Trump hat die Ermittlung immer wieder als "Hexenjagd" und politisch motiviert bezeichnet.

Vergebliche Forderungen Trumps

Sessions hat als oberster Chefankläger die Aufsicht über das FBI und wäre damit eigentlich auch für Muellers Untersuchung zuständig. Wegen Befangenheit hält er sich aber heraus – was Trump massiv missfällt. Die Aufsicht liegt bei Sessions Stellvertreter Rod Rosenstein. Laut Medienberichten soll Trump seinen Justizminister vergeblich dazu aufgefordert haben, sich die Kontrolle über die Ermittlungen zurückzuholen.

Trumps Forderung kommt inmitten des Prozesses gegen seinen ehemaligen Wahlkampfchef Paul Manafort, der sich seit Dienstag wegen Steuer- und Bankbetrugs vor Gericht verantworten muss. Es ist das erste Verfahren, das sich aus Muellers Ermittlungen ergeben hat. Trump ging am Mittwoch erneut auf Distanz zu Manafort. Der 69-Jährige habe nur für eine sehr kurze Zeit für ihn gearbeitet, schrieb der Präsident.

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