Traktor zu schnell? : Tragischer Unfall bei Junggesellinnenabschied in Österreich: Braut tot

Das vom Rotes Kreuz Niederösterreich zur Verfügung gestellte Foto zeigt die Unfallstelle mit 13 Verletzten nachdem ein Traktoranhänger umkippte. Foto: S. Bohlheim/RKNÖ/dpa
Das vom Rotes Kreuz Niederösterreich zur Verfügung gestellte Foto zeigt die Unfallstelle mit 13 Verletzten nachdem ein Traktoranhänger umkippte. Foto: S. Bohlheim/RKNÖ/dpa

Vor zehn Tagen ist ein Traktoranhänger mit 13 Frauen umgekippt. Die Braut ist an ihren schweren Verletzungen gestorben.

shz.de von
19. September 2018, 13:24 Uhr

Allhartsberg | Das Unglück ereignete sich in Allhartsberg in Niederösterreich: Auf dem Weg zu einem Polterabend ist in Österreich ein Traktoranhänger mit 13 Frauen auf der Ladefläche umgekippt. Wie die Polizei damals mitteilte, wurden dabei sechs Frauen schwer und sieben leicht verletzt. Unter den Opfern waren zwei Schwangere, eine von ihnen erlitt schwere Verletzungen. Auch die angehende Braut wurde dabei schwer verletzt, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA meldete. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Frau ihren schweren Verletzungen an Kopf und Brust erlegen ist.

War der Fahrer zu schnell?

Die Polizei ging am 8. September davon aus, dass der Fahrer des Traktors zu schnell in eine Rechtskurve gefahren ist. Der Anhänger sei daher nach links umgestürzt und habe die Frauen gegen eine Steinmauer geschleudert und gedrückt. Dies habe die teils schweren Verletzungen verursacht. Ein Polizeisprecher sagte, dass der Transport "höchstwahrscheinlich gesetzeswidrig" war. Gegen den Fahrer der Zugmaschine werde nun auch wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, teilte Karl Wurzer von der Staatsanwaltschaft St. Pölten auf APA-Anfrage mit. Der Fahrer habe angegeben, dass er zu schnell in eine Kurve gefahren sei. Alkoholisiert sei er nicht gewesen. Alkoholkonsum sei bei ihm nicht festgestellt worden.

Großeinsatz der Rettungskräfte

Der Unfall ereignete sich gegen 17.50 Uhr in Niederösterreich auf einer Landstraße zwischen Linz und St. Pölten. Neben drei Notarzthubschraubern rückten allein seitens des Roten Kreuzes 14 Rettungsfahrzeuge aus, wie die Einsatzkräfte der APA mitteilten. Die Polizei war zunächst von mehr Menschen auf dem Anhänger ausgegangen, reduzierte die Zahl aber während der Ermittlungen auf 13.

Unfälle bei Junggesellenabschieden

Die Nachricht aus Niederösterreich erinnert an zwei Vorfälle aus Deutschland, die ebenfalls tragisch endeten. Bei seinem Junggesellenabschied im Juni in Baden-Württemberg ist ein 34 Jahre alter Mann von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Den Angaben zufolge lief die mehrköpfige Gruppe in der Nacht zum Sonntag neben und auf einer Bundesstraße. Dort habe ein 67 Jahre alter Autofahrer die Männer übersehen und zwei von ihnen angefahren, sagte ein Sprecher damals. Und erst vor ein paar Tagen war ein Traktoranhänger in Swisttal-Heimerzheim bei Bonn mit knapp 30 Personen umgekippt. 27 von ihnen wurden teils schwer verletzt, als ihr Traktor-Anhänger umstürzte. 21 Verletzte seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, teilte die Polizei Bonn mit. Ein Schwerstverletzter musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Weitere Unfallopfer kamen mit leichteren Blessuren davon. Insgesamt waren laut Polizei 28 ungesicherte Mitfahrer auf dem Anhänger. Auch hier ermitteln die Polizei, ob ein Verschulden des Traktor-Fahrers vorliegt.

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