Neue Pro7-Show "Time Battle" : Pro-7-Mann Düren: Keine Angst vor Gottschalk und Jauch

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Time Battle - Kämpf um deine Zeit: Pro Sieben startet eine neue Show mit Janin Ullmann und Christian Düren. Foto: Pro Sieben/Willi Weber

Christian Düren geht mit „Time Battle“ in die Primetime. Angst hat er weder vor Gottschalk noch vor Joko und Klaas.

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23. August 2018, 13:11 Uhr

Berlin | Pro Sieben schickt eine neue Show ins Rennen: Bei „Time Battle“ (Samstag, 25. August, 20.15 Uhr) treten die Kandidaten paarweise an. Der erste im Team absolviert Ausdauer-, Kraft- oder Geschicklichkeitsübungen – und erspielt dabei die Zeit, die der zweite für das Lösen von Quiz-Fragen hat. Nicht nur das Konzept ist neu, sondern auch der Moderator: An der Seite von Janin Ullman wagt sich Christian Düren zum ersten Mal ins Primetime-Entertainment.

Düren: Wir haben einen Ehestreit ausgelöst

„Wir sind eine der schnellsten Game-Shows im Fernsehen“, erklärt Düren selbst die Idee. „In einer einzigen Sekunde kann man bei uns sehr viel Geld gewinnen – oder verlieren. Wir haben Kandidaten, die mit Feuer das Studio betreten und nach wenigen Minuten wieder raus sind, ohne einen Euro gewonnen zu haben.“ Im Fall eines Siegs winken den Schwestern, Freundinnen, Kollegen, Eheleuten und Frisch-Verlobten der ersten Ausgabe satte 50.000 Euro – was den Druck auf die Teams natürlich erhöht. Kam es bei der Aufzeichnung schon zum Streit? „Wir haben tatsächlich schon einen klassischen Ehestreit ausgelöst“, sagt der 28-Jährige. „Es ging darum, wer in welchem Spiel der größere Experte ist.“ (Global Gladiators: Wie gut ist die zweite Staffel?)

Frauen können nicht werfen - außer Janin

Und wie steht es um die Chemie im Moderatorenteam? „Es gab auch einen Ehekrach zwischen mir und Janin Ullmann“, erzählt Christian Düren. „Und zwar um die Frage: Können Männer besser werfen als Frauen?“ Düren glaubt daran, auch wenn Janin Ullmann offenbar eine Ausnahme ist. Zum Beweis hat sie noch im Studio mit Säcken geworfen – ein Übung die auch ihm selbst mehr liegt als andere Aufgaben seiner Show: „Ich scheitere bei allem, was mit Koordination und Geschicklichkeit zu tun an. Und am logischen Denken. Im Grunde bin ich eher der Mann fürs Grobe: Ballsportarten, Fitness, Ausdauer.“


Time Battle - Kämpf um deine Zeit: Christian Düren und seine Kandidaten.
Pro Sieben/Willi Weber
Time Battle - Kämpf um deine Zeit: Christian Düren und seine Kandidaten.


Wo kommt Christian Düren her?

Das Primetime-Entertainment ist neu für Düren, der über den Journalismus zum Fernsehen gekommen ist. Als Student jobbte er beim ARD-Talk „hart aber fair“, Redakteur wurde er im Sat.1-Magazin „akte“. Er war im Sat.1-Frühstücksfernsehen zu sehen, moderierte bei Sky den Sport und stieß im letzten Sommer bei Pro Sieben zum Boulevard-Klassiker „taff“. Fragt man ihn nach seinem besten Beiträgen, reißt er das ganze Spektrum auf – vom Beitrag zum Thema Kinderhandel bis zum Konfrontationsinterview, in dem er Marc Terenzi zu ausstehenden Unterhaltszahlungen befragte: „Meine journalistische Arbeit hat eine große Bandbreite, und das mag ich.“ Bei alledem, sagt Düren, hat der Pro-Sieben-Chef Daniel Rosemann in ihm Potenzial für mehr gesehen – und ihm die neue Game-Show angeboten. (Die Höhle der Löwen: Warum Georg Kofler wirklich mitmacht)

Gottschalk und Jauch sind keine Angstgegner

Am Samstagabend ist das Publikum besonders umkämpft. Parallel zur „Time Battle“-Premiere laufen „Verstehen Sie Spaß“ im Ersten, der ZDF-Samstagskrimi „Ostfriesenkiller“ und „Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show“ auf RTL. Vor wem zittert Düren am meisten? „Wir kommen mit einer sehr guten Show um die Ecke und haben keine Angstgegner“, sagt er. „Die anderen sollten Angst vor uns haben. Wir sind schließlich die Wunderkiste, auf die alle neugierig sind.“

Wie hoch ist der Quotendruck?

Das dürfte auch für die Person des Moderators gelten. Seit Jahrzehnten werden die Sieben-Shows von kreativen Platzhirschen geprägt. Ist der Neue in Sorge, im Vergleich mit Figuren wie Raab oder Joko und Klaas ein bisschen bieder rüberzukommen? Düren: „Ganz im Gegenteil. Ich habe einen Sportbezug, einen journalistischen Hintergrund und stehe für ganz andere Sachen als Joko und Klaas oder Stefan Raab – den ich immer großartig gefunden habe. Wir sind nur vollkommen anders.“

Quotendruck, das betont Senderchef Rosemann bei jeder Gelegenheit, gibt es bei Pro Sieben grundsätzlich nicht mehr. Trotzdem die Schlussfrage: Auf wie viel Zuschauer hofft Christian Düren für sein Debüt? „Mit allem weit über zwei Millionen bin ich zufrieden“, sagt er mutig und lacht. „Im Ernst: Ein guter zweistelliger Marktanteil macht mich glücklich.“

„Time Battle - Kämpf um Deine Zeit“: Pro Sieben zeigt die erste von vier Folgen am Samstag, 25. August um 20.15 Uhr.

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