Rettungsaktion mit Tauchern : Thailand will Höhle mit eingeschlossenen Fußballern zur Touristenattraktion machen

Die vermissten Jugendfußballer und ihr Trainer, nachdem sie in der Höhle entdeckt wurden.
Die vermissten Jugendfußballer und ihr Trainer, nachdem sie in der Höhle entdeckt wurden.

Während Rettungsoptionen für die Eingeschlossen überlegt werden, spinnt ein Provinzgouverneur eine komische Idee.

shz.de von
04. Juli 2018, 08:25 Uhr

Chiang Rai | Die einer Höhle eingeschlossene thailändische Fußballmannschaft ist noch lange nicht gerettet, da schmieden die Behörden schon Pläne für den Unglücksort. Die Tham Luang-Khun Nam Nang Non-Höhle könnte zur Touristenattraktion werden, sagte Narongsak Osotthanakorn, Provinzgouverneur von Chiang Rai und Leiter der Rettungsmission, am Mittwoch.

"Jetzt, wo die Kinder gefunden sind, können wir etwas entspannen und andere Pläne in Betracht ziehen", sagte er. Zuvor hatte die Chefin der Tourismusbehörde von Chiang Rai gesagt, die Höhle sei durch die Rettungsaktion für in- und ausländische Besucher interessant geworden.

Mit einer Ausdehnung von etwa zehn Kilometern zählt die Höhle an der Grenze zu Myanmar zu einer der längsten des Landes. Wegen ihrer schwer zugänglichen Lage ist sie jedoch wenig erforscht und wird vor allem von Einheimischen aufgesucht.

Seit nunmehr zehn Tagen harren die Jugendfußballer im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihr Begleiter nun schon im Dunkel der Höhle aus. Sie sind ermattet und hungrig, die Rettungsarbeiten ziehen sich hin. Dafür muss möglichst viel Wasser abgelassen werden. Für die Rettung gibt es zwei Wege. Zu ihrer Rettung gebe es derzeit zwei Möglichkeiten, erklärt der stellvertretende Gouverneur. Entweder sollen die Kinder in Begleitung von Rettungstauchern aus dem überfluteten Teil der Höhle herausschwimmen. Alternativ könnte von oben eine Öffnung in die Höhlendecke gebohrt werden, um die Eingeschlossenen herauszuheben. Der ersten Option werden mehr Chancen eingeräumt.

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