Nicht als Gefährder bekannt : Terror in Amsterdam: Mutmaßlicher Täter lebte in Deutschland

Der Tatort war am Freitag weiträumig abgesperrt worden. Foto: Alex Furtula/AP/dpa
Der Tatort war am Freitag weiträumig abgesperrt worden. Foto: Alex Furtula/AP/dpa

Der 19-jährige Afghane, der am Freitag in Amsterdam zwei US-Touristen attackiert hat, lebte zuletzt in Rheinland-Pfalz.

shz.de von
02. September 2018, 20:18 Uhr

Amsterdam | Der nach einer mutmaßlich terroristischen Messerattacke auf zwei US-Touristen in Amsterdam festgenommene Angreifer hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zuvor in Rheinland-Pfalz gelebt. Der 19 Jahre alte Afghane habe nach ersten Erkenntnissen bislang eher unauffällig in Deutschland gelebt, erfuhr die dpa weiter. Als islamistischer Gefährder war der Verdächtige den deutschen Behörden nach diesen Informationen bislang wohl nicht bekannt. Weitere Details blieben zunächst offen.

Nachdem die niederländischen Behörden das Bundeskriminalamt (BKA) eingeschaltet hatten, durchsuchten Einsatzkräfte der Polizei die Wohnung des Verdächtigen in Rheinland-Pfalz.

Der Angreifer mit deutscher Aufenthaltsgenehmigung hatte am Freitag zwei US-Touristen im Amsterdamer Hauptbahnhof niedergestochen und schwer verletzt. Bei einem Fluchtversuch war der Mann, dessen Name von niederländischen Behörden mit Jawed S. angegeben wurde, von Polizisten mit Schüssen gestoppt worden. Nach ersten Vernehmungen teilte die Stadt Amsterdam nach Abstimmung mit der Polizei mit, sie gehe davon aus, dass es sich um eine Terrorattacke gehandelt habe.

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