Verdächtiger im Dieselskandal : Staatsanwaltschaft beantragt Haftentlassung für Porsche-Manager

Die Porsche-Zentrale in Stuttgart-Zuffenhausen. Seit einer Razzia im April sitzt ein Manager in U-Haft.
Die Porsche-Zentrale in Stuttgart-Zuffenhausen. Seit einer Razzia im April sitzt ein Manager in U-Haft.

Unter strengen Auflagen soll ein inhaftierter Porsche-Manager freikommen. Ein Gericht muss dies aber noch bewilligen.

shz.de von
23. Juli 2018, 12:11 Uhr

Stuttgart | Die Staatsanwaltschaft will den nach der Diesel-Razzia bei Porsche verhafteten Manager des Autobauers wieder auf freien Fuß setzen lassen. Man habe am Montagmorgen beim zuständigen Gericht beantragt, den Haftbefehl unter strengen Auflagen auszusetzen, sagte ein Sprecher der Behörde. Das Gericht muss über den Antrag allerdings noch entscheiden.

Der Mann war nach einer Durchsuchungsaktion bei Porsche im April festgenommen worden und sitzt seither wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft. Zu den Auflagen gehört nach Angaben der Staatsanwaltschaft, dass er Ausweis und Reisepass abgeben muss und das Land nicht verlassen darf. Zudem darf er keinen Kontakt zu anderen Beschuldigten in den Diesel-Verfahren gegen Porsche und Audi und auch nicht zu Zeugen oder potenziellen Zeugen aufnehmen.

Die Diesel-Ermittlungen bei Porsche richten sich gegen insgesamt drei Beschuldigte. Neben dem inhaftierten Manager hat die Justiz auch einen amtierenden Vorstand der Porsche AG sowie einen ehemaligen Mitarbeiter im Visier. Es geht um den Verdacht des Betrugs und der strafbaren Werbung. Hintergrund sind mögliche Manipulationen der Abgasreinigung von Dieselautos. Porsche weist die Vorwürfe zurück.

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