A3 bei Aschaffenburg : Sprengstoff-Verdacht auf Autobahn-Raststätte bestätigt sich nicht

Die Polizei könnte die A3 sicherheitshalber sperren.
Die Polizei könnte die A3 sicherheitshalber sperren.

In einem Auto könnte Sprengstoff an Bord sein. Ein Fahrzeug-Insasse wurde von der Polizei festgenommen.

shz.de von
01. Juli 2018, 21:39 Uhr

Rohrbrunn | Wegen des Verdachts auf Sprengstoff in einem Auto ist eine Rastanlage auf der Autobahn 3 bei Aschaffenburg am Sonntagabend zeitweise gesperrt worden. Gegen 22.15 Uhr gab die Polizei Entwarnung – es sei kein Sprengstoff gefunden worden. Zuvor war die Rastanlage Spessart-Süd geräumt und das Gebiet weiträumig abgesperrt worden. Ein Insasse des Autos war festgenommen worden, weil gegen ihn ein europäischer Haftbefehl vorliege, wie die Polizei am Abend mitteilte.

Bei einer Kontrolle am Sonntagnachmittag hatte die Polizei das Fahrzeug im Bereich der Rastanlage kontrolliert und festgestellt, dass gegen den Insassen der Haftbefehl vorliegt. "Wir haben dann auch das Fahrzeug genauer unter die Lupe genommen, dabei haben sich Hinweise ergeben, dass sich in dem Fahrzeug möglicherweise Sprengstoff befinden könnte", sagte Polizeioberkommissar Björn Schmitt.

Die drei weiteren Insassen aus dem Fahrzeug wurden am Abend ebenfalls in Polizeigewahrsam genommen. Warum der Festgenommene international gesucht wird, war unklar. Auch dazu, woher die Autoinsassen kommen, machte die Polizei keine Angaben. "Wir können aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Auskünfte geben", erklärte Schmitt.

Zwischenzeitlich konnte nicht ausgeschlossen werden, dass auch die A3 gesperrt werden muss. "Die A3 war während des gesamten Einsatzes nicht beeinträchtigt", sagte Schmitt nach der Entwarnung. "Wir gehen davon aus, dass die Absperrmaßnahmen im Bereich der Rastanlage noch im Laufe des Abends aufgehoben werden können."

Der Einsatz lief unter Federführung der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg Hösbach. Sie wurden von Spezialisten des bayerischen Landeskriminalamts und von Kräften der bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Vor Ort waren vorsorglich auch der Rettungsdienst sowie die örtlichen Feuerwehren mit knapp 70 Einsatzkräften.

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