Bei Kita-Ausflug in Niedersachsen : Siebenjähriges Mädchen ertrunken: Bewährungsstrafen für Erzieherinnen

Alle drei Aufsichtspersonen hätten das Ertrinken eines Mädchens während eines Schwimmausflugs mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verhindern können, urteilte das Gericht. (Symbolfoto)
Alle drei Aufsichtspersonen hätten das Ertrinken eines Mädchens während eines Schwimmausflugs mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verhindern können, urteilte das Gericht. Symbolfoto: dpa

Die Angeklagten hätten die Aufsichtspflicht erheblich verletzt, so die Vorsitzende Richterin zur Urteilsbegründung.

shz.de von
29. August 2018, 14:36 Uhr

Geestland | Nach dem Tod eines siebenjährigen Mädchens bei einem Kita-Schwimmausflug in Niedersachsen sind zwei Erzieherinnen und eine Hauswirtschafterin zu Bewährungsstrafen zwischen vier und zehn Monaten verurteilt worden.

Die Angeklagten hätten die gebotene Sorgfalts- und Aufsichtspflicht erheblich verletzt, sagte die Vorsitzende Richterin am Amtsgericht Geestland am Mittwoch zur Urteilsbegründung. Alle drei hätten das Ertrinken des Mädchens mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verhindern können.

Lesen Sie hier: "Eltern sollten ihr Smartphone im Freibad auch mal zur Seite legen"

Die Richterin ging mit dem Urteil in allen drei Fällen deutlich über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus. Eine 50-jährige Erzieherin erhielt eine Bewährungsstrafe von zehn Monaten und ihre 57-jährige Berufskollegin von vier Monaten. Die 64-jährige Hauswirtschafterin der Bremer Kita wurde zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt.

Die siebenjährige Ashley war am 23. Juni 2017 bei einem Kita-Ausflug in einem Schwimmbad in Bad Bederkesa (Kreis Cuxhaven) ertrunken. Das Kind konnte nicht schwimmen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen