Verdächtiger in Gewahrsam : Maryland: Fünf Tote bei Schießerei in US Zeitungsredaktion

Polizisten stehen in der Nähe der Zeitung 'Capital Gazette'. Nach Angaben örtlicher Medien wurden im Newsroom der Zeitung mindestens vier Menschen durch Schüsse getötet.
Polizisten stehen in der Nähe der Zeitung "Capital Gazette". Nach Angaben örtlicher Medien wurden im Newsroom der Zeitung mindestens vier Menschen durch Schüsse getötet.

In den USA sind bei Schüssen in einer Zeitungsredaktion in Annapolis nahe Washington mehrere Menschen getötet worden.

shz.de von
28. Juni 2018, 23:05 Uhr

Annapolis | In der Redaktion einer Lokalzeitung in der US-Stadt Annapolis sind am Donnerstag mindestens fünf Menschen erschossen worden. Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus. Er sei festgenommen worden und werde vernommen. Mehrere Menschen erlitten Verletzungen, sagte Polizeichef Bill Krampf.

Ein Reporter der betroffenen Zeitungsredaktion, Phil Davis, schrieb auf Twitter, ein "Bewaffneter" habe "durch die Glastür ins Büro geschossen und das Feuer auf mehrere Mitarbeiter eröffnet". Nach Schilderung von Augenzeugen haben sich Beschäftigte unter Schreibtischen versteckt, um sich vor den Schüssen zu schützen.



Die "Capital Gazette" zählt zu den ältesten Tageszeitungen in den USA. Sie ist das Lokalblatt für die Region und gehört zur Gruppe der "Baltimore Sun".

Das 40.000-Einwohner-Städtchen Annapolis ist die Hauptstadt des Bundesstaates Maryland. Annapolis ist wegen seiner Lage an der Chesapeake Bay und seiner historischen Innenstadt aus dem 18. Jahrhundert ein beliebter Ort für Touristen.

Gelände wird abgesucht

Die Polizei hat nach Medienberichten das betroffene Gebäude geräumt und die Bevölkerung aufgerufen, sich fernzuhalten. Spezialkräfte suchten nach möglichen Sprengsätzen. Die Gegend wurde weiträumig abgesperrt.

Der Gouverneur des Bundesstaates Maryland, Larry Hogan, zeigte sich betroffen. "Ich war völlig bestürzt, als ich von dieser Tragödie in Annapolis erfuhr", schrieb er auf Twitter. Er forderte die Bevölkerung auf, allen Anweisungen der Behörden Folge zu leisten.

Auf Twitter teilte Fotograf Joshua McKerrow, der bei der Tageszeitung arbeitet, Bilder von der Situation:


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