Ermittler in E-Mail-Affäre : Russland-Untersuchungen: FBI entlässt Trump-Kritiker Peter Strzok

Peter Strzok hat offenbar seinen Job beim FBI verloren. Foto: imago/ZUMA Press/Ronald M. Sachs
Peter Strzok hat offenbar seinen Job beim FBI verloren. Foto: imago/ZUMA Press/Ronald M. Sachs

Ein FBI-Mitarbeiter, der mit Kritik an Donald Trump für Aufsehen sorgte, ist seinem Anwalt zufolge entlassen worden.

shz.de von
13. August 2018, 20:05 Uhr

Washington | Peter Strzok sei am Freitag vom FBI gefeuert worden, obwohl ein internes Disziplinarverfahren lediglich eine Suspendierung für 60 Tage sowie eine Herabstufung seines Dienstgrades empfohlen habe, sagte sein Anwalt Aitan Goelman dem Portal "Politico" und anderen US-Medien. Das FBI wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Fall äußern. Trump schrieb auf Twitter, Strzok sei endlich gefeuert worden.

Strzok war einer der Ermittler in der E-Mail-Affäre um die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und wurde später Teil der Russland-Untersuchung, die eine Verstrickung von Trumps Wahlkampflager in die mutmaßliche russische Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl 2016 prüft.

Affäre mit FBI-Anwältin

Strzok verließ das Team von Sonderermittler Robert Mueller aber im Juli 2017, nachdem Textnachrichten von ihm und der FBI-Anwältin Lisa Page, mit der er eine Affäre hatte, entdeckt wurden. In einer der Nachrichten aus dem Jahr 2016 schrieb Page, Trump werde doch hoffentlich niemals Präsident werden? Strzok antwortete: "Nein. Nein, wird er nicht. Wir werden das stoppen."

Trump sieht darin einen Beleg, dass die Ermittlungen in der Russland-Affäre politisch motiviert seien. In seiner Twitternachricht bekräftigte der Präsident, dass die Untersuchung ein "totaler Schwindel" sei. Er forderte zudem, dass die Untersuchung gegen Clinton wegen der Nutzung privater Server neu aufgerollt werden müsse.

 

Strzok wurde vor kurzem zehn Stunden vom Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses befragt. Zu der Textnachricht sagte er, sie sei eine Reaktion auf beleidigende Äußerungen Trumps gegen die Familie eines gefallenen US-Soldaten gewesen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen