Typisches Wegwerfprodukt : Rewe stoppt Verkauf von Einweg-Trinkhalmen aus Plastik

Bei Rewe soll es künftig keine Plastikstrohhalme mehr geben.
Bei Rewe soll es künftig keine Plastikstrohhalme mehr geben.

Gratis-Plastiktüten sind schon Geschichte, nun will der Konzern ein weiteres Kunststoffprodukt aus dem Regal verbannen.

shz.de von
04. Juli 2018, 12:42 Uhr

Köln | Der Einzelhandelskonzern Rewe will künftig auf den Verkauf von Einweg-Trinkhalmen aus Plastik verzichten. Dadurch könnten in insgesamt 6000 Märkten der Marken Rewe, Penny und Toom Baumarkt pro Jahr 42 Millionen Einweg-Trinkhalme eingespart werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Köln mit. Restbestände würden ab sofort nach und nach abverkauft. Ab dem kommenden Frühjahr werde Rewe Alternativen aus Papier, Weizengras oder Edelstahl in seinen Sortimenten anbieten. Rechnerisch verkauft Rewe weniger als ein Prozent aller Plastikhalme in Deutschland.

Plastikhalme sind ein typisches Wegwerfprodukt und werden nur etwa 20 Minuten genutzt. Nach Angaben der Organisation "Seas at Risk" landen jährlich rund 100.000 Tonnen Plastik aus der EU in den Meeren. In der EU werden demnach jährlich 36,4 Milliarden Trinkhalme konsumiert, dazu 16 Milliarden Kaffeebecher, 46 Milliarden Einwegflaschen und weiteres Plastik aus Verpackungen und Zigarettenfiltern. Die EU-Kommission will den Einweg-Müll im Meer bis 2020 um 30 Prozent reduzieren; das EU-Parlament strebt ein ehrgeizigeres Ziel von 50 Prozent bis 2030 an. Plastiktüten sind deshalb aus dem deutschen Einzelhandel bereits weitgehend verschwunden.

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