Fiktives Fluggerät : Revell reagiert: Keine Nazi-Ufos mehr fürs Kinderzimmer

Das Ufo wird in der Produktbeschreibung wie ein Kriegsgerät aus der Zeit des Nazi-Regimes präsentiert.
Das Ufo wird in der Produktbeschreibung wie ein Kriegsgerät aus der Zeit des Nazi-Regimes präsentiert.

Eine fliegende Untertasse für Kinder hat dem Modellbau-Anbieter viel Ärger eingehandelt. Nun reagiert das Unternehmen.

shz.de von
18. Juni 2018, 17:05 Uhr

Bünde | Nach Kritik an einem seiner Produkte hat der Spiel- und Modellbau-Anbieter Revell reagiert. Ein Bausatz, der einem Ufo ähnelt, werde nicht mehr ausgeliefert, teilte eine Sprecherin des Unternehmens aus Bünde in Ostwestfalen am Montag mit. Der Kinderschutzbund und das Militärhistorische Museum in Dresden hatten Kritik an dem Produkt geäußert. Es wird in der Produktbeschreibung wie ein Kriegsgerät aus der Zeit des Nazi-Regimes präsentiert, ohne dass dies belegt ist. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet.

Revell entschuldigt sich

„Grundsätzlich geben wir dem Militärhistorischen Museum recht, es handelt sich tatsächlich um ein legendenumwobenes, außergewöhnliches Fluggerät, dessen Existenz und Umsetzbarkeit nicht belegt ist", räumt das Unternehmen ein. „Unser Verpackungstext bringt dies aber leider nicht adäquat zum Ausdruck, wir entschuldigen uns hierfür", hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Revell distanziere sich ausdrücklich von jeder Art der Verherrlichung von Kriegen und des Nationalsozialismus, betonte eine Unternehmenssprecherin.

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