Minus von neun Prozent : Rekordstrafe der EU drückt Gewinn von Google-Mutter Alphabet

Das Logo von Google an der Fassade des Hauptsitzes des Mutterkonzerns Alphabet. Foto: Christoph Dernbach/dpa
Das Logo von Google an der Fassade des Hauptsitzes des Mutterkonzerns Alphabet. Foto: Christoph Dernbach/dpa

Alphabet will die Strafe der EU-Kommission zwar anfechten, verbuchte die Belastung aber trotzdem bereits in der Bilanz.

shz.de von
23. Juli 2018, 23:02 Uhr

Mountain View | Bei der Google-Mutter Alphabet laufen die Geschäfte dank boomender Werbeerlöse weiter glänzend, die Rekordstrafe der EU-Kommission belastet jedoch den Quartalsgewinn. In den drei Monaten bis Ende Juni ging der Überschuss im Jahresvergleich um neun Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar (2,7 Mrd Euro) zurück, wie der Internetriese am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Neues Allzeithoch

Der Umsatz kletterte um gut ein Viertel auf 32,7 Milliarden Dollar. Die Markterwartungen wurden trotz der hohen Sonderlast durch die Strafe deutlich übertroffen. Die Aktie stieg nachbörslich zunächst um über fünf Prozent und erreichte ein neues Allzeithoch.

Ohne die gut fünf Milliarden Dollar (4,34 Mrd Euro) schwere EU-Strafe, die jüngst wegen angeblichen Missbrauchs der Marktmacht beim Smartphone-System Android gegen den Konzern verhängt wurde, würde der Quartalsgewinn 8,3 Milliarden Dollar betragen.

Alphabet will die Strafe der EU-Kommission zwar anfechten, verbuchte die Belastung aber trotzdem bereits in der Bilanz. Im Vergleich mit dem Vorjahresergebnis fiel der Gewinnrückgang noch relativ moderat aus, denn damals hatte das Quartalsergebnis ebenfalls unter einer milliardenschweren Kartellstrafe der EU gelitten.

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