Palästinenser-Führer in Moskau : Abbas bei Putin: Deutliche Aussagen über die USA

Palästinenser-Führer Mahmud Abbas (l.) und der russische Staatschef Wladimir Putin.
Palästinenser-Führer Mahmud Abbas (l.) und der russische Staatschef Wladimir Putin.

Palästinenser-Präsident Abbas hat nach einem Besuch bei Russlands Staatschef Putin die Rolle der USA im Nahost-Konflikt kritisiert.

shz.de von
14. Juli 2018, 19:36 Uhr

Moskau | Drei Tage nach einem Treffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Russlands Staatschef Wladimir Putin in Moskau auch den Palästinenser-Präsidenten Mahmud Abbas empfangen. Die Lage im Nahen Osten sei schwierig, sagte Putin am Samstag nach Angaben des Kremls. Er informiere Abbas gerne über «unsere Kontakte mit ihren Nachbarn, mit den Führern anderer Länder».

Abbas sprach der Agentur Interfax zufolge den verschärften Konflikt mit Washington wegen der Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem an. US-Präsident Donald Trump hat den umstrittenen Schritt beschlossen. Die Palästinenser beanspruchen den von Israel besetzten Ostteil der Stadt als Hauptstadt ihres künftigen Staates.

Keine Gespräche mit den USA

Es gebe auch keine Gespräche mit den USA mehr über das Problem palästinensischer Flüchtlinge, sagte Abbas. «Wir widersetzen uns den Versuchen der Amerikaner, uns ihre Entscheidungen zu den sensibelsten Problemen Palästinas aufzuzwingen.»

Russland pflegt traditionell ein gutes Verhältnis zu den Palästinensern, spricht sich aber in den gegenwärtigen Konflikten im Nahen Osten auch eng mit Israel ab. Abbas ist häufiger Gast in Moskau. Er will am Sonntag auch das Finale der Fußball-WM besuchen.

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