Kampf gegen politischen Islam : Österreich weist Imame aus und schließt sieben Moscheen

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz kündigte ein Vorgehen gegen den politischen Islam. Foto: dpa
Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz kündigte ein Vorgehen gegen den politischen Islam. Foto: dpa

Begründet wird die Entscheidung mit einem Verstoß gegen die Auslandsfinanzierung. Kanzler Kurz findet deutliche Worte.

shz.de von
08. Juni 2018, 09:34 Uhr

Wien | Im Kampf gegen den politischen Islam will Österreich zahlreiche Imame ausweisen. Es werde aktuell bei 40 muslimischen Geistlichen konkrete Überprüfungen vorgenommen, ob in diesen Fällen gegen das Verbot der Auslandsfinanzierung verstoßen worden sei, teilte das Innenministerium mit.

„Parallelgesellschaften, politischer Islam und Radikalisierungstendenzen haben in unserem Land keinen Platz“, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag in Wien. Bei zwei Imamen stehe die Ausweisung bereits fest. Weitere 60 der insgesamt 260 Imame in ganz Österreich seien im Visier der Behörden. „Wir stehen erst am Anfang“, meinte Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ). Außerdem würden sieben Moscheen geschlossen, teilte Kurz mit.

Grundlage dafür ist das Islamgesetz von 2015, das eine positive Grundeinstellung gegenüber Staat und Gesellschaft fordert.

(mit Material der dpa)


zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen