Happy End offen : Nach missglücktem Date: Student schreibt fast 250 "Nicoles" an

Viele der angeschriebenen Nicoles verabreden sich zu einem Treffen. Screenshot: twitter.com/ParisEsther
Viele der angeschriebenen Nicoles verabreden sich zu einem Treffen. Screenshot: twitter.com/ParisEsther

Mit seiner Hartnäckigkeit hat ein Student die Frauen mit Namen "Nicole" an seiner Universität einander näher gebracht.

shz.de von
11. September 2018, 19:38 Uhr

Calgary | "Habe dich gestern Abend getroffen und du hast mir die falsche Nummer gegeben": Auf der Suche nach einer Frau namens Nicole, die ihm am Vorabend in einer Bar einen offenbar falschen Kontakt hinterlassen hatte, hat der kanadische Student Carlos Zetina alle fast 250 Frauen mit ähnlichen Namen an der Universität von Calgary angeschrieben - und diese damit unfreiwillig einander näher gebracht. Die E-Mail-Adressen habe er aus dem Online-Adressbuch der Universität entnommen, erklärte er dem kanadischen Rundfunksender CBC.

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Die gesuchte Nicole meldete sich zunächst nicht bei ihm – aber viele andere Nicoles, darunter aktuelle und frühere Studentinnen sowie Lehrkräfte und Professorinnen, begannen sich gegenseitig zu schreiben und verabredeten sich sogar in einem Restaurant. Denn der Massenverteiler Zetinas führte anfangs zwar nicht zum Erfolg, dafür aber zu einer Nicole-Gruppe beim Onlinenetzwerk Facebook: Bei "Nicole von gestern Abend" begann ein lebhafter Chat der von Zetina zusammengebrachten Frauen.


"Als die E-Mails reinkamen, war ich total aufgeregt und habe mich sofort weniger einsam auf dem Campus gefühlt", sagte beispielsweise Nicolette Riley. "Und jetzt sind wir eine Gruppe. Es ist toll." Die Gruppe wolle sich nun regelmäßig treffen.

In den sozialen Netzwerken gab es unter dem Hashtag #nicolefromlastnight zahlreiche Reaktionen zu der Suche nach Nicole. Eine gleichnamige Frau schrieb etwa, warum das eigentlich kein Mann für sie tue.

Die Moderatorin eines Fernsehsenders interviewte Studenten an der Universität in Calgary und fragte sie nach Nicole.

Eine Twitter-Nutzerin wollte gerne wissen, wer eigentlich Carlos sei.

Es gibt einen Twitter-Nutzer mit dem Namen Carlos A. Zetina, der aber klarstellt, dass er nicht derjenige ist, der nach einer Nicole sucht.

Die ursprünglich gesuchte Nicole ist übrigens Austauschschülerin und steht daher nicht im Adressbuch der Universität Calgary – deswegen hatte sie die E-Mail nicht bekommen. Andere Nicoles erzählten ihr aber davon, der Kontakt wurde hergestellt, und ein Treffen sei geplant, sagte der E-Mail-Verfasser Zetina.

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