Kopf-an-Kopf-Rennen : Nach der Wahl in Simbabwe: Beide Spitzenreiter verkünden Sieg

Die Wahlbeteiligung in Simbabwe lag offiziellen Angaben bei 75 Prozent. Foto: dpa/Jerome Delay
Die Wahlbeteiligung in Simbabwe lag offiziellen Angaben bei 75 Prozent. Foto: dpa/Jerome Delay

Die rund 5,7 Millionen Wahlberechtigten konnten sich zwischen 23 Kandidaten entscheiden.

shz.de von
31. Juli 2018, 11:11 Uhr

Harare | Einen Tag nach der Präsidentenwahl in Simbabwe haben die beiden Spitzenreiter jeweils ihren bevorstehenden Wahlsieg angekündigt. Offiziell dauerte die Auszählung der Stimmen weiter an. Oppositionsführer Nelson Chamisa (40) schrieb am Dienstag auf Twitter, nach Ergebnissen aus den meisten Wahllokalen stehe fest, dass er "überzeugend gewonnen" habe. Präsident Emmerson Mnangagwa (75) hingegen schrieb, die bisher verfügbaren Informationen seien "extrem positiv".

Ergebnisse Ende der Woche?

Die Wahlkommission sprach von einer Wahlbeteiligung von etwa 75 Prozent. Wann erste vorläufige Ergebnisse bekanntgegeben werden, blieb unklar. Endergebnisse wurden gegen Ende der Woche erwartet. Umfragen vor der Wahl sagten ein Kopf-an-Kopf Rennen der beiden Spitzenreiter voraus. Sollte keiner der Kandidaten eine Mehrheit erzielen, würde am 8. September eine Stichwahl stattfinden. Die rund 5,7 Millionen Wahlberechtigten konnten sich zwischen 23 Kandidaten entscheiden.

Der Leiter der EU-Wahlbeobachtermission, Elmar Brok (CDU), erklärte im Interview des Bayerischen Rundfunks, die Abstimmung sei "weitestgehend ohne Störung abgelaufen". Ob einzelne beobachtete Problem lediglich schlechte Organisation oder Methode waren, müsse noch geklärt werden, sagte der CDU-Europaabgeordnete. Die Opposition sei im Vorfeld benachteiligt gewesen, da die wichtigen staatlichen Medien "klar auf der Seite der Regierungspartei" gewesen seien. 

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