Opfer geht es besser : Nach Schuss auf Dortmunder Arzt: Mutmaßlicher Täter war ehemaliger Patient

Die Polizei fahndet nach einem Schützen, der in einem Dortmunder Krankenhaus um sich geschossen haben soll.
Die Polizei fahndet nach einem Schützen, der in einem Dortmunder Krankenhaus um sich geschossen haben soll.

Der mutmaßliche Schütze ist tot. Sein Motiv war wohl eine Operation. Dem angeschossenen Arzt geht es besser.

shz.de von
27. Juni 2018, 10:11 Uhr

Dortmund | Wohl aus Wut über eine angeblich missglückte Operation hat ein früherer Patient auf einen Dortmunder Arzt im Krankenhaus geschossen und ihn lebensgefährlich verletzt. Nach einer Notoperation gehe es dem Opfer wieder etwas besser, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Der mutmaßliche Täter, ein 78 Jahre alter Mann aus dem Stadtteil Syburg, hatte sich am Dienstagnachmittag in seiner Wohnung selbst getötet. "Hier ist von einem Suizid auszugehen", bestätigte die Staatsanwaltschaft. Zur Nationalität des Mannes gab es keine Angaben.

Der Arzt habe den mutmaßlichen Schützen vor einem Jahr am Rücken operiert, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Mit der Operation sei der 78-Jährige laut den Ermittlungen unzufrieden gewesen. Er habe dem Arzt Behandlungsfehler vorgeworfen, sagte der Sprecher.

Am Dienstag soll er den Arzt ohne Termin aufgesucht und geschossen haben. Die Leiche des mutmaßlichen Schützen war am Dienstagabend gefunden worden. Zuvor soll er den Mediziner im St.-Josefs-Hospital im Dortmunder Stadtteil Hörde angeschossen und danach die Flucht ergriffen haben. Die Tatwaffe fanden die Ermittler im Hospital.

Einen ähnlichen Fall hatte es vor rund zwei Jahren in Berlin gegeben. In einem Krankenhaus erschoss ein 72 Jahre alter Patient seinen Arzt und tötete dann sich selbst.

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