Nach Giftfund in Köln : Generalbundesanwalt warnt vor Anschlägen mit Bio-Waffen

SEK Beamte mit Atemschutzmasken und Schutzanzügen bei der Durchsuchung eines Kölner Hochhauses.
SEK Beamte mit Atemschutzmasken und Schutzanzügen bei der Durchsuchung eines Kölner Hochhauses.

Terroristen könnten Anschläge auf unterschiedliche Art und Weise begehen und seien dabei "sehr kreativ".

shz.de von
21. Juni 2018, 06:32 Uhr

Berlin | Nach der Festnahme des Biobomben-Bauers in Köln hat Generalbundesanwalt Peter Frank vor der Gefahr durch Anschläge mit biologischen Kampfstoffen gewarnt. "Wir müssen uns davon verabschieden, dass terroristische Straftaten immer nach dem gleichen Muster erfolgen", sagte Frank in einem Interview mit den ARD-Tagesthemen am Mittwochabend. Sicherheitsbehörden beobachteten schon seit einiger Zeit, dass Anschläge auf unterschiedliche Arten und Weisen begangen werden könnten.

Terroristen seien "insoweit sehr kreativ und versuchen asymetrisch alle möglichen Szenarien auszutesten". Dazu gehöre auch eine Bedrohung mit biologischen Kampfstoffen. "Darauf müssen wir uns einstellen und ich denke, dass sich die Sicherheitsbehörden darauf auch eingestellt haben."

Das Bundeskriminalamt hatte in der Vorwoche in Köln einen Tunesier festgenommen, der nach Dafürhalten der Ermittler hochgiftiges Rizin für einen biologischen Sprengsatz hergestellt hatte. Außerdem sieht die Bundesanwaltschaft einen "Anfangsverdacht für die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat".


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