Angreifer auf der Flucht : Mindestens 15 Talibankämpfer bei IS-Angriff auf Trauerfeier getötet

Mindestens 15 Talibankämpfer bei IS-Angriff auf Trauerfeier getötet
Zwei Attentäter des IS seien am Dienstag im Sajjad-Bezirk der Provinz Sar-e Pul ins Haus des "Schattengouverneurs" der Taliban eingedrungen und hätten zu schießen begonnen, sagte der Sprecher der Provinz (Symbolbild).

In dem angegriffenen Haus habe nach dem Begräbnis von Talibanmitgliedern gerade eine Gebetszeremonie stattgefunden.

shz.de von
17. Juli 2018, 15:18 Uhr

Kabul | Bei einem Anschlag der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf eine Trauerfeier der radikalislamischen Taliban sind in Nordafghanistan mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Attentäter des IS seien am Dienstag im Sajjad-Bezirk der Provinz Sar-e Pul ins Haus des "Schattengouverneurs" der Taliban eingedrungen und hätten zu schießen begonnen, sagte der Sprecher der Provinz, Sabiuallah Amani.

Zunächst kein Bekenntnis des IS

Die Taliban unterhalten in allen afghanischen Provinzen bis hinunter auf die Bezirksebene mehr oder minder funktionstüchtige "Schattenregierungen", mitsamt eigenen Gouverneuren. In dem angegriffenen Haus habe nach dem Begräbnis von Talibanmitgliedern die sogenannte Fateha, eine Gebetszeremonie, stattgefunden, hieß es. Die Angreifer konnten demnach fliehen. Der IS bekannte sich zunächst nicht zu dem Angriff.

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